Girokonto: Information
- Kontoangebot/AnzeigeING
- Eröffnungsangebot für Giro-Neukunden mit EUR 200,00 Geldprämie und Tagesgeld-Sonderzins von 3,75% p. a., es gelten Bedingungen
- Kontoangebot/AnzeigeDeutsche Bank
- Eröffnungsangebot für Neukunden mit EUR 200,00 Geldprämie, es gelten Bedingungen
Die meisten Bankkunden behalten ihr Girokonto selbst dann, wenn die Kosten steigen. Aus Gewohnheit bleiben sie ihrer Bank oder Sparkasse über Jahre treu. Aus gutem Grund, denn immerhin laufen regelmäßig Gehaltszahlungen, Abbuchungen und Daueraufträge über das Konto. Der empfundene Aufwand für einen Wechsel wiegt bei den meisten höher als die mögliche Kostenersparnis. Mit einem optimalen Girokonto lassen sich jedoch jährlich dreistellige Euro-Beträge sparen. Außerdem helfen die meisten Geldinstitute ihren neuen Kunden beim Wechseln, auch über externe Webservices, die automatisch die Umsätze analysieren und den Versand an die Anzuschreibenden übernehmen. Das macht dann kaum noch Arbeit.
In der Niedrigzinsphase brachen bei den klassischen Geschäftsmodellen der Banken die Erträge weg. Die Kosten für die Bereitstellung der Girokonten ließen sich kaum noch wie früher aus Zinserträgen querfinanzieren. So ersetzten vor allem die Filialinstitute nach und nach beliebte Gratiskonten durch Konten mit Monatspauschalen. Wurden bereits Monatspauschalen verlangt, wurden diese entweder angehoben oder einzelne Postenpreise erhöht bzw. eingeführt. In jüngster Zeit hat sich dies mit dem höheren Zinsniveau gedreht, neue Girokunden werden wieder mit Eröffnungsanreizen oder günstigen Konten umworben. Auch bei den Preisänderungen ist es ruhiger geworden, dazu trug das BGH-Urteil zur aktiven Zustimmungspflicht bei, da es den Banken in der Praxis sehr erschwert, Erhöhungen umsetzen, ohne einen Teil der Kunden zu verlieren, der nicht reagiert. Solange die Banken am Zinsgeschäft wieder gut verdienen können, ist der Preisdruck bei den Girokonten geringer.
Bei den Direktbanken war die Dynamik der Preiserhöhungen weniger ausgeprägt. Hier gibt es nach wie vor einige Anbieter mit Girokonten ohne monatliche Grundgebühr. Für Auszubildende und Studenten gilt dies bei vielen Anbietern ohnehin uneingeschränkt. Für alle anderen Kundengruppen ist ein Verzicht auf die Grundgebühr fast immer an Bedingungen geknüpft. Die Varianten reichen von einem obligatorischen monatlichen Geldeingang über ein mindestens zu haltendes Durchschnittsguthaben bis hin zur Verbindung mit Zusatzgeschäften.
Direktbanken sprechen mobile Kunden an, die keinen Wert auf ein großes Filialnetz legen. Viel Gewicht fällt hier der Bargeldversorgung zu, da das Geldziehen an fremden Automaten teuer ist. Innerhalb des Sparkassenverbunds kann man beispielsweise 22.000 Geldautomaten kostenlos nutzen. Die Genossenschaftsbanken kommen auf rund 15.500 Automaten und die Cash Group (Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank und Postbank sowie deren Tochterinstitute) kommt auf 6.000 Automaten. Ob die Bank an eines dieser Geldautomatennetze angebunden ist und ob es im eigenen Umfeld entsprechende Automaten gibt, sollte man sich anschauen. Einige Direktbanken behelfen sich, indem sie ihren Kunden eine kostenfreie Bargeldversorgung über Debit- oder Kreditkarten von Mastercard oder Visa ermöglichen und dabei die Abhebegebühren der Kartengesellschaft zu pauschalen Großhandelskonditionen übernehmen. Das Geldziehen ist dann an praktisch allen Geldautomaten im gesamten Euroraum für den Kunden kostenfrei, manchmal sogar weltweit. Wer viel reist, profitiert davon. Löchrig ist die ansonsten komfortable Lösung, da mehrere Sparkassen und Volksbanken ihre Automaten für diese bestimmter Direktbanken gesperrt haben. Eine zusätzliche Option für jeden sind die Bargeldservices im Handel.
Für diverse mit einem Girokonto verbundene Leistungen erheben die Banken unterschiedlich hohe Gebühren. Voraussetzung für die Belastung von Preisen ist jedoch, dass die Bank diese im Preisverzeichnis nennt. Neben dem monatlichen Grundpreis und dem Kostenfaktor Geldabheben fallen insbesondere die Gebühren für Buchungen, Karten sowie Sollzinsen ins Gewicht. Auch bieten die Banken meist mehrere TAN-Verfahren beim Online-Banking an, nicht bei allen Banken kann ein kostenloses genutzt werden. Unnötige Ausgaben sollten vermieden werden. Denn durch Überweisungen per Beleg und den Versand von Kontoauszügen per Post werden selbst Online-Girokonten kostspielig. Andererseits werden in letzter Zeit auch vermehrt Premiumkonten angeboten, die viele Extras enthalten und/oder einen niedrigeren Sollzins versprechen. Tatsächlich kommen die meisten Kunden mit einem Standardkonto aber günstiger weg als beim Premiummodell mit hoher Kontoführungspauschale. Ohnehin ist es flexibler, statt auf eine Guthabenverzinsung des Girokontos zu setzen, oder Giro- und Tagesgeldkonto aus einer Hand haben zu wollen, überschüssiges Guthaben konsequent auf ein zum jeweiligen Zeitabschnitt gut verzinstes Tagesgeldkonto umzubuchen. Die meisten zum Konto ausgegebenen Karten sind Debitcards, hier gibt es girocards mit und ohne Cobadging-Lösung und Debit-Mastercards bzw. Debit-Visa-Cards. Mit diesen Karten gezahlte Beträge gehen direkt vom Girokonto ab. Echte Kreditkarten sind in der Regel nur gegen Aufpreis zu bekommen, oder man wählt für diesen Zweck gleich eine der kontounabhängig angebotenen Kreditkarten. Wichtig für die Produktauswahl bzw. -zusammenstellung ist daher zunächst, die eigenen Bedürfnisse und Gewohnheiten zu kennen, zum Beispiel welches TAN-Verfahren beim Online-Banking und welche Geldautomatenabdeckung man präferiert und ob ein für die kostenlose Kontoführung geforderter Mindestgeldeingang akzeptabel wäre.
Änderungen bei den Girokonten
- Nach Jahren ohne Eröffnungsangebot bei den Girokonten legte die Deutsche Bank am 1.9.26 bereits zum dritten Mal in 2026 eines auf und hob die Prämie dabei erstmals auf EUR 200,00. Das Angebot gilt für Neukunden der Deutsche Bank AG zu "AktivKonto", "BestKonto" und zum "Jungen Konto". Das neue Konto muss als Gehalts- oder Zahlungskonto genutzt werden, wofür die Bank einen einzigen unbaren Geldeingang von mindestens EUR 600,00 im ersten vollen Kalendermonat nach der Kontobeantragung verlangt; bei einem Antrag im September ist das der Oktober 2026. Eine Gehaltsherkunft des Geldeingangs schreiben die Bedingungen nicht vor. Das Konto muss mindestens zwölf Monate bestehen bleiben, andernfalls kann die Deutsche Bank die Gutschrift stornieren oder zurückverlangen. Der Eröffnungsantrag ist digital über deutsche-bank.de, die App oder das Online-Banking einzureichen; eine Eröffnung in der Filiale qualifiziert nicht. Der Neukunde muss volljährig sein und seinen Hauptwohnsitz in Deutschland haben. Wegen begrenzten Budgets kann das Angebot vor dem kommunizierten Enddatum, dem 30.9.26, enden.
- 1822direkt erhöhte am 1.9.26 zum 30-jährigen Bestehen die für Giro-Neukunden erhältliche Eröffnungsprämie beim "GiroDirekt" auf EUR 200,00. Zu den bisherigen EUR 170,00 kamen EUR 30,00 Jubiläumsprämie, die Bedingungen blieben bis auf die Fristen unverändert: Bis zum 31.1.27 müssen in zwei aufeinanderfolgenden Monaten jeweils mindestens EUR 700,00 aus Lohn, Gehalt, Rente, Besoldung oder BAföG eingehen; Eigenüberweisungen zählen nicht. Damit verlangt die Bank für ihren bislang höchsten Prämienbetrag die geringste Gegenleistung ihrer Aktionshistorie: Die im Juni ebenfalls erreichbaren EUR 200,00 setzten drei Monate mit je EUR 1.000 sowie eine genutzte Visa-Kreditkarte voraus. Der Antrag muss bis 13.10.26 erstellt sein, das Konto bis 23.10.26 eröffnet.
- Bis zu EUR 150,00 Cashback statt EUR 100,00 Geldprämie (bzw. EUR 150,00 in der Variante für das "Girokonto Extra") lobt die comdirect seit 1.9.26 für Neukunden beim Girokonto aus, doch der Betrag ist schwerer zu erreichen als zuvor. comdirect vergütet 5,00% der Kauftransaktionen mit der Debit-Visa-Card zurück, monatlich auf EUR 50,00 gedeckelt, drei Monate lang ab Kontoeröffnung. Die vollen EUR 150,00 erfordern deshalb EUR 3.000 Kartenumsatz, gleichmäßig auf EUR 1.000 je Monat verteilt, weil die Kappung je Monat greift. Die Vorgängeraktion bis 31.8.26 zahlte EUR 100,00 schon für fünf Kontobuchungen über jeweils mindestens EUR 25,00 - für einen Umsatz von EUR 125,00 gibt es jetzt EUR 6,25. Erhalten blieb die Pflicht, in Werbung der Commerzbank AG einzuwilligen. Die Aktion belohnt damit das konsequente Umleiten von Ausgaben auf die comdirect-Karte, und sie belohnt sie ausschließlich bei der Debit-Visa-Card. In den Modellen Extra und Plus, in denen zusätzlich eine Visa-Kreditkarte beitragsfrei enthalten ist, bedeutet jeder Griff zur Kreditkarte ein Verzicht auf Cashback, gleich ob bewusst, unbedacht oder ohne Kenntnis der Bedingung.
- Revolut bietet Neukunden in Deutschland seit dem 18.8.26 einen Sonderzins von 4,25% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 25.000 auf dem Tagesgeldkonto. Er gilt unabhängig vom gewählten Abo für höchstens vier Zyklen zu je 30 Tagen, zusammen also 120 Tage. Ohne weitere Bedingung ist das nur im ersten Zyklus. Nominal liegt Revolut 0,25 Prozentpunkte über dem Angebot von Chase. Dafür müssen Interessenten bei Revolut aber ein Girokonto eröffnen und anschließend die zugehörige Karte nutzen. Berechtigt sind nur Volljährige mit steuerlichem Wohnsitz in Deutschland, die noch nie ein Privatkonto bei einem Unternehmen der Revolut-Gruppe hatten. Nach der Identitätsprüfung bleiben 30 Tage Zeit, das Tagesgeldkonto zu eröffnen. Revolut kann die Aktion für künftige Teilnehmer jederzeit beenden; bereits zugelassene Kunden nehmen weiterhin teil. Zinsen entstehen erst, wenn der Abgleich der Steuer-ID mit dem Bundeszentralamt für Steuern gelingt. Die Zyklusuhr läuft indes ab der Kontoeröffnung; ein verzögerter Abgleich verkürzt den verzinsten Zeitraum. Ab dem zweiten Zyklus verlangt Revolut drei anrechenbare Kartenzahlungen von jeweils mindestens EUR 5,00. Nicht anrechenbar sind unter anderem Zahlungen für Versorgungsleistungen, Bildung, Steuern, Parken, Finanzdienstleistungen sowie erstattete Umsätze. Die Grundbedingung nennt Revolut auf der Aktionsseite; die zahlreichen Abgrenzungen erst in den "AGB der Werbeaktion". Verfehlt der Kunde die Drei-Zahlungen-Bedingung, fällt er nach dem laufenden Zyklus auf den Standardzins seines Abos zurück. Endgültig verloren ist der Sonderzins damit nicht. Innerhalb eines 120-Tage-Fensters ab Kontoeröffnung kann der Kunde ihn durch drei anrechenbare Zahlungen binnen 30 aufeinanderfolgenden Tagen erneut auslösen. Ein vor Fristende gestarteter Zyklus läuft anschließend die vollen 30 Tage. Im kostenlosen Standardtarif zahlt Revolut regulär 2,25% auf Guthabenteile bis EUR 5.000 und 1,25% darüber.
Bei den ab 4.8.26 eröffneten Tagesgeldkonten änderte Revolut die Verwahrung: Die Guthaben liegen auf einem Sammeltreuhandkonto bei der Deutschen Bank AG. Vertragspartner bleibt die Revolut Bank UAB über ihre deutsche Zweigniederlassung; einen eigenen Kontovertrag mit der Deutschen Bank schließen die Kunden nicht. Der wirtschaftlich zugeordnete Anteil am Treuhandkonto fällt unter die Absicherung über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung). Sie schützt bis zu EUR 100.000 je Einleger und Bank. Wer eigene Einlagen bei der Deutschen Bank oder deren Marken wie Postbank hält, dem rechnet die Sicherung das Revolut-Treuhandguthaben hinzu; der Schutz greift nur einmal bis EUR 100.000. Giroguthaben, Gemeinschafts- und "Kids-&-Teens"-Tagesgeld sowie früher eröffnete persönliche Tagesgeldkonten bleiben bei der Revolut Bank UAB und damit im litauischen Sicherungssystem. Für viele Kunden verteilen sich die Revolut-Guthaben so auf zwei Institute und zwei gesetzliche Sicherungsgrenzen. Bestandskunden erhalten für ein Tagesgeldkonto, das sie ab dem 4.8.26 eröffnen, zwar die deutsche Absicherung, erfüllen aber nicht die Neukundenbedingung für den Sonderzins.
Am 10.8.26 erhielt die 2025 gegründete Revolut Bank S. A. mit Sitz in Paris durch die französische Aufsicht ACPR und die Europäische Zentralbank eine Banklizenz. Sie arbeitet als eigenständige Bank, ist keine Zweigniederlassung der Revolut Bank UAB, und startet zunächst in Frankreich. Deutschland, Irland, Italien, Portugal und Spanien sollen später folgen. Einen Zeitplan nannte Revolut nicht. Für deutsche Kunden käme damit nach dem Wechsel zur litauischen Vollbank im Jahr 2022 und der Einführung deutscher IBANs über deren deutsche Zweigniederlassung im Jahr 2024 die dritte grundlegende Umstellung. Offen ist, ob Revolut das Sammeltreuhandkonto bei der Deutschen Bank dann fortführt, verlagert oder aufgibt. - Die Bedingungen der neuen Kombi-Aktion der DKB fallen weicher aus, als die Prämie von bis zu EUR 200,00 vermuten lässt. Die Aktion gilt für Neukunden, die bis 15.9.26 das Girokonto beantragen. Für die EUR 150,00 zum Girokonto genügen in zwei aufeinanderfolgenden Kalendermonaten jeweils mindestens EUR 1.000 Geldeingang bis 30.11.26, wobei Teilbeträge zählen und Überweisungen von einem Fremdbankkonto ausdrücklich anerkannt werden. Ausgeschlossen sind im Kern nur Bareinzahlungen und Umbuchungen zwischen eigenen DKB-Konten. Zudem ist die Einwilligung zu werblichen E-Mails nötig. EUR 50,00 gibt es für das über das Banking und damit nach der Girokonto-Eröffnung bis spätestens 30.9.26 einzurichtende Tagesgeldkonto. Dabei wird eine Einlage von EUR 2.500 vorausgesetzt, die bis 7.10.26 eingetroffen sein muss und bis 30.11.26 zu halten ist. Das Tagesgeld verzinst die DKB mit derzeit 1,00%, ohne Mindest- und Höchstanlage; den im Preis- und Leistungsverzeichnis noch bis 31.8.26 ausgewiesenen Aktionszins von 2,75% p. a. erreichen Neukunden nicht mehr, weil dessen Einzahlungsfenster im April 2026 lag.
- Die norisbank stellte ihr Eröffnungsangebot zum "Top-Girokonto" am 3.8.26 auf einen variablen, unbefristeten Tagesgeld-Sonderzins um. Neukunden, die ab diesem Tag ein "Top-Girokonto" samt automatisch miteröffnetem Tagesgeldkonto "Top-Zinskonto" abschließen, erhalten dort 2,25% p. a. Zuvor waren es die hohen 4,00% p. a., befristet bis 31.12.26 und gedeckelt bei EUR 250.000. Der neue Satz hat keine Zinsgarantie mehr, die Bank kann ihn jederzeit anpassen; der Zinsaushang führt ihn als "Top-Zinskonto mit variablem Sonderzinssatz" neben dem regulären Zinssatz von derzeit 0,75%. Eine Betragsobergrenze nennt die norisbank nicht mehr. Ebenso gestrichen sind den Sonderzins betreffend die Bedingung zur Nutzung des Online-Kontowechselservices und die Herkunftsklausel, nach der das Tagesgeldkonto ausschließlich per Überweisung von einer Fremdbank zu befüllen war und die Gelder zuvor nicht innerhalb der Deutsche-Bank-Gruppe gelegen haben durften. Zwei Bedingungen gelten hingegen weiterhin: Der Sonderzins gilt nur für das zuerst eröffnete Top-Zinskonto, während bis zu vier weitere Unterkonten den Standardzins erhalten, und er setzt voraus, dass der Kunde daneben das Girokonto führt. Kündigt er es, fällt auch das Tagesgeldkonto auf den regulären Zinssatz zurück. Der Sonderzins hängt somit dauerhaft am Girokonto. Der frühere Satz war für einen Zeitraum zugesagt, der neue ist ausdrücklich variabel. Die Werbeaussage "Top-Zinsen nicht nur für kurze Zeit" ist damit ein Versprechen ohne Bindung, und die Historie stützt sie nur bedingt - seit Juli 2025 änderte die norisbank ihr Sonderzinsangebot an die jeweiligen Neukunden in gut einem Jahr sechs Mal: 2,55%, binnen neun Tagen 3,11%, dann 3,00%, 3,33%, im April 2026 zeitweise gar kein Sonderzins, ab 20.5.26 4,00% und nun 2,25%. Unverändert ist unter den bekannten Bedingungen zusätzlich die Kontowechsel-Prämie von EUR 120,00 erhältlich.
- Die Postbank bietet Giro-Neukunden beim Kontomodell "Giro pur" eine einmalige Geldprämie von EUR 150,00, wenn der Kontoeröffnungsantrag zwischen 3.8.26 und 14.9.26 eingeht und die weiteren Bedingungen erfüllt sind. Eröffnet werden muss über postbank.de, die Postbank-App oder das Online-Banking; ein Antrag in der Filiale führt zu keinem Prämienanspruch. Bedingung für die Gutschrift ist eine Nutzung als Gehalts- oder Zahlungskonto, wobei die Postbank hierbei insbesondere einen unbaren Geldeingang von mindestens EUR 500,00 im ersten vollen Kalendermonat nach der Kontobeantragung verlangt. Das Konto muss zudem zwölf Monate bestehen bleiben. Mit den EUR 500,00 unbarem Geldeingang in einem einzigen Kalendermonat setzt die Postbank eine niedrige Hürde, wo Wettbewerber meist drei aufeinanderfolgende Monate Eingänge ab EUR 700,00 oder EUR 1.000 verlangen. Auffällig ist die Lücke zwischen den beiden Schwellen des Angebots: Die Prämienbedingung lautet auf EUR 500,00, die Befreiung vom Grundpreis greift erst ab EUR 900,00. Wer dazwischen bleibt, zahlt über die Haltefrist zwölfmal EUR 5,90 und behält von den EUR 150,00 netto nur EUR 79,20 - rund die Hälfte.
- ING erweiterte ihr Eröffnungsangebot zum Girokonto am 30.7.26 um einen Zinsanreiz und verlängerte kurz darauf auch den Hauptbestandteil bis 30.9.26, die angebotene Geldprämie von EUR 200,00. Wer das Girokonto beantragt, bekommt das Extra-Konto automatisch dazu und darauf in den ersten vier Monaten einen Sonderzins von 3,75% auf Guthabenteile bis EUR 250.000. Dies gilt im Produktbündel aus Girokonto und Tagesgeld anstatt der 3,20% p. a., die weiterhin für Tagesgeld-Neukunden angeboten werden, die ihr erstes Extra-Konto ohne Girokonto eröffnen. Voraussetzung für den Tagesgeld-Sonderzins ist, dass in den vergangenen zwölf Monaten kein Extra-Konto bei der ING bestand. Einkommenseingänge, Werbeeinwilligung und App-Login verlangt die ING für den Zins nicht, sie gelten nur für die Geldprämie.
- Die BBBank hat am 6.7.26 im Online-Neugeschäft auf das neue "BetterSmart Konto" umgestellt. Es ersetzt dort für volljährige Neukunden das bisher angebotene BBBank-Girokonto und das Junge Girokonto. Für Kontoinhaber im Alter unter 30 Jahren bleibt die Kontoführung ohne Mindestgeldeingang kostenlos. Ab 30 Jahren müssen monatlich mindestens EUR 1.000 eingehen. Fehlt der Geldeingang, berechnet die Bank EUR 4,95 für den betreffenden Monat. Voraussetzungen für die kostenlose Kontoführung sind zudem die Nutzung des Online-Postfachs und die Nutzung von Online-Überweisungen. Damit verändert die BBBank vor allem die Konditionen für Kunden ab 30 Jahren. Das bisher angebotene BBBank-Girokonto hat einen Grundpreis von EUR 2,95 monatlich, im damaligen Neukundenangebot waren die ersten 24 Monate entgeltfrei. BetterSmart ist bei ausreichendem Geldeingang dauerhaft kostenlos, ohne diesen jedoch mit EUR 4,95 teurer als der Vorgänger. Die Eingangsklausel ist weit gefasst, weil mehrere Teilbeträge zusammengerechnet werden und keine bestimmte Art des Geldeingangs vorgeschrieben ist. Deutlich aufgewertet wurde das Kartenpaket. Inbegriffen ist eine Debit-Visa-Karte namens "DirectCard", mit der Kunden weltweit bezahlen und unbegrenzt Bargeld abheben können, ohne Auslandsentgelt. Beim BBBank-Girokonto kostete die DirectCard EUR 19,95 jährlich. Automatenbetreiber können allerdings immer ein eigenes Entgelt verlangen. Zusätzlich stellt die Bank eine digitale girocard bereit; eine physische girocard ist bei BetterSmart nicht vorgesehen. BetterSmart eignet sich damit stärker für Kartenzahlungen und Bargeldversorgung im Ausland, aber weniger für Kunden, die eine klassische girocard aus Kunststoff benötigen. Neukunden können derzeit für die Eröffnung eine Geldprämie von EUR 50,00 erhalten. Beim vorherigen Angebot waren es zuletzt bis zu EUR 150,00, allerdings mit weiteren Bedingungen. Die Bank kürzte den einmaligen Anreiz also und ersetzte ihn durch eine dauerhaft entgeltfreie Kontoführung - vorausgesetzt, der Geldeingang stimmt.
- 1822direkt hob am 23.6.26 die Eröffnungsprämie beim "GiroDirekt" an, verlangt im Gegenzug aber wieder mehr. Statt zuvor EUR 100,00 sind nun EUR 150,00 für die Kontoeröffnung erhältlich, der Bonus für die zusätzlich bestellte Visa-Kreditkarte verdoppelte sich von EUR 25,00 auf EUR 50,00. Zusammen sind damit EUR 200,00 erreichbar, nach zuvor EUR 125,00. Bei der Prämie für die Kontoeröffnung, wofür zuletzt schlichte Kartenzahlungen und eine Werbeeinwilligung genügten, fordert die Bank jetzt wieder einen echten Einkommenseingang, in drei aufeinanderfolgenden Monaten jeweils mindestens EUR 1.000 aus Lohn, Gehalt, Rente, Besoldung oder BAföG. Hinzugekommen ist dabei auch die Pflicht, das Konto tatsächlich zu nutzen: Einkommenseingänge, die im Wesentlichen nur auf andere eigene Konten weitergeleitet werden, zählen nicht.
- Deutsche Bank, Postbank und norisbank ersetzen bei den girocards ihrer Girokontomodelle das Co-Badge Maestro durch Debit-Mastercard. Die drei Institute der Deutsche-Bank-Gruppe gehen weitgehend gleich vor; im Neugeschäft werden seit etwa dem 22.6.26 nur noch die neuen girocards ausgegeben. Wie der Austausch für bestehende Privatkunden abläuft, ist bei der norisbank am sichtbarsten, durch eine Info-Seite unter www.norisbank.de/girokonto/karten/norisbankcard.html. Die Seite erklärt, dass die norisbank Maestro-Karten unabhängig vom aufgedruckten Gültigkeitsdatum ersetzt, nennt aber kein konkretes Zeitfenster. Nach Erhalt der neuen Karte bleibt die alte drei Monate gültig; mit Aktivierung stimmen die Kunden den neuen Bedingungen zu und die alte Karte endet dann sofort. Die PIN bleibt erhalten. Wer das Girokonto nach dem 1.2.25 eröffnet hat, stimmte den aktuellen Bedingungen ohnehin bereits zu. Bei der Deutschen Bank lässt sich der Zielzustand auf der Produktseite ablesen: Zum AktivKonto und BestKonto gehört die Deutsche Bank Card als girocard mit Debit-Mastercard-Funktion. Geschäftskunden erhalten hingegen künftig eine eigenständige Debit-Mastercard zusätzlich zur reinen girocard, in den beiden höherpreisigen Kontomodellen ist diese Debit-Mastercard inklusive. Bei der Postbank lässt sich die Umstellung im Preisverzeichnis nachvollziehen - und dort offenbart sich der einzige belegte Nachteil. Speziell im Modell "Giro pur" kostet der durch das neue Co-Badge erst mögliche Auslandseinsatz mehr als bei den übrigen Karten der Postbank: Beim Bezahlen in Fremdwährung sowie bei EUR-Umsatz außerhalb der Euroländer erhebt sie ein Auslandsentgelt von 2,00% (mindestens aber EUR 2,50) statt 1,85% ohne Mindestbetrag. Die neue Kartengeneration trägt eine 16-stellige Mastercard-Nummer und eine dreistellige Prüfziffer (CVC), sie ist dadurch auch im Online-Handel einsetzbar. Damit rückt die bisherige Kontokarte funktional näher an eine Debit-Mastercard heran, ohne die girocard im stationären Inlandseinsatz zu verdrängen. Hintergrund ist das europaweite Maestro-Aus. Mastercard stellt das Scheme schrittweise ein, weshalb Banken ein neues internationales Co-Badge brauchen oder darauf verzichten.
- Per E-Mail informierte die spanische Openbank S. A. Mitte Juni 2026 ihre Kunden in Deutschland, das Online-Banking bzw. auch der Internetauftritt seien ab Mitte Juli nicht mehr über openbank.de, sondern über openbank-espana-zweigniederlassung.de zu erreichen. Dies ist inzwischen vollzogen. Die Nachricht war aber in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich, ebenso die anstehende Domain-Rochade. Hintergrund ist die Umstrukturierung der spanischen Santander-Gruppe auf dem deutschen Markt, die zwei Openbank-Stränge entstehen ließ. Die vormalige Santander Consumer Bank AG, die seit 15.5.26 als Openbank Deutschland AG firmiert, nutzt noch die etablierte Webadresse santander.de und soll künftig die naheliegende Domain openbank.de primär nutzen. Genau über diese Domain lief bislang das Produktangebot der deutschen Zweigniederlassung der Openbank S. A., die sie nun freiräumen muss. Die neue Webadresse löste bei vielen der angeschriebenen Kunden begründete Irritationen aus. Die sperrige Bindestrich-Domain mit dem Zusatz "espana-zweigniederlassung" weist exakt jene Merkmale auf, vor denen bei der Phishing-Prävention regelmäßig gewarnt wird. Statt eine eindeutig der offiziellen Adresse zuzuordnende Subdomain einzurichten, etwa nach dem Muster de.openbank.es, wählte die Bank ein Format nach dem Phishing-Lehrbuchmuster: Markenname plus beschreibende Zusätze, per Bindestrich an eine frei registrierbare Second-Level-Domain gehängt. Eine DENIC-Abfrage widerlegt den Anfangsverdacht: Inhaberin der am 18.5.26 registrierten Domain ist die Openbank S. A. mit Sitz in Madrid, die hinterlegte E-Mail-Adresse weist auf gruposantander.com. Inzwischen kündigt auch ein Banner auf openbank.de den Domainwechsel an. Damit ist die Faktenlage klar. Gut gelöst ist es dennoch nicht.
