Girokonto: Information
- Kontoangebot/AnzeigeBBVA
- Eröffnungsangebot für Neukunden mit Sonderzins von 3,00% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 500.000 in den ersten sechs Monaten und 3,00% Cashback auf Einkäufe mit der Debit-Mastercard (maximal auf EUR 350,00 pro Monat) in den ersten sechs Monaten, es gelten jeweils Bedingungen
- Kontoangebot/AnzeigeConsorsbank
- Eröffnungsangebot für Giro-Neukunden mit bis zu EUR 200,00 Geldprämie, es gelten Bedingungen
Die meisten Bankkunden behalten ihr Girokonto selbst dann, wenn die Kosten steigen. Aus Gewohnheit bleiben sie ihrer Bank oder Sparkasse über Jahre treu. Aus gutem Grund, denn immerhin laufen regelmäßig Gehaltszahlungen, Abbuchungen und Daueraufträge über das Konto. Der empfundene Aufwand für einen Wechsel wiegt bei den meisten höher als die mögliche Kostenersparnis. Mit einem optimalen Girokonto lassen sich jedoch jährlich dreistellige Euro-Beträge sparen. Außerdem helfen die meisten Geldinstitute ihren neuen Kunden beim Wechseln, auch über externe Webservices, die automatisch die Umsätze analysieren und den Versand an die Anzuschreibenden übernehmen. Das macht dann kaum noch Arbeit.
In der Niedrigzinsphase brachen bei den klassischen Geschäftsmodellen der Banken die Erträge weg. Die Kosten für die Bereitstellung der Girokonten ließen sich kaum noch wie früher aus Zinserträgen querfinanzieren. So ersetzten vor allem die Filialinstitute nach und nach beliebte Gratiskonten durch Konten mit Monatspauschalen. Wurden bereits Monatspauschalen verlangt, wurden diese entweder angehoben oder einzelne Postenpreise erhöht bzw. eingeführt. In jüngster Zeit hat sich dies mit dem höheren Zinsniveau gedreht, neue Girokunden werden wieder mit Eröffnungsanreizen oder günstigen Konten umworben. Auch bei den Preisänderungen ist es ruhiger geworden, dazu trug das BGH-Urteil zur aktiven Zustimmungspflicht bei, da es den Banken in der Praxis sehr erschwert, Erhöhungen umsetzen, ohne einen Teil der Kunden zu verlieren, der nicht reagiert. Solange die Banken am Zinsgeschäft wieder gut verdienen können, ist der Preisdruck bei den Girokonten geringer.
Bei den Direktbanken war die Dynamik der Preiserhöhungen weniger ausgeprägt. Hier gibt es nach wie vor einige Anbieter mit Girokonten ohne monatliche Grundgebühr. Für Auszubildende und Studenten gilt dies bei vielen Anbietern ohnehin uneingeschränkt. Für alle anderen Kundengruppen ist ein Verzicht auf die Grundgebühr fast immer an Bedingungen geknüpft. Die Varianten reichen von einem obligatorischen monatlichen Geldeingang über ein mindestens zu haltendes Durchschnittsguthaben bis hin zur Verbindung mit Zusatzgeschäften.
Direktbanken sprechen mobile Kunden an, die keinen Wert auf ein großes Filialnetz legen. Viel Gewicht fällt hier der Bargeldversorgung zu, da das Geldziehen an fremden Automaten teuer ist. Innerhalb des Sparkassenverbunds kann man beispielsweise 22.000 Geldautomaten kostenlos nutzen. Die Genossenschaftsbanken kommen auf rund 15.500 Automaten und die Cash Group (Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank und Postbank sowie deren Tochterinstitute) kommt auf 6.000 Automaten. Ob die Bank an eines dieser Geldautomatennetze angebunden ist und ob es im eigenen Umfeld entsprechende Automaten gibt, sollte man sich anschauen. Einige Direktbanken behelfen sich, indem sie ihren Kunden eine kostenfreie Bargeldversorgung über Debit- oder Kreditkarten von Mastercard oder Visa ermöglichen und dabei die Abhebegebühren der Kartengesellschaft zu pauschalen Großhandelskonditionen übernehmen. Das Geldziehen ist dann an praktisch allen Geldautomaten im gesamten Euroraum für den Kunden kostenfrei, manchmal sogar weltweit. Wer viel reist, profitiert davon. Löchrig ist die ansonsten komfortable Lösung, da mehrere Sparkassen und Volksbanken ihre Automaten für diese bestimmter Direktbanken gesperrt haben. Eine zusätzliche Option für jeden sind die Bargeldservices im Handel.
Für diverse mit einem Girokonto verbundene Leistungen erheben die Banken unterschiedlich hohe Gebühren. Voraussetzung für die Belastung von Preisen ist jedoch, dass die Bank diese im Preisverzeichnis nennt. Neben dem monatlichen Grundpreis und dem Kostenfaktor Geldabheben fallen insbesondere die Gebühren für Buchungen, Karten sowie Sollzinsen ins Gewicht. Auch bieten die Banken meist mehrere TAN-Verfahren beim Online-Banking an, nicht bei allen Banken kann ein kostenloses genutzt werden. Unnötige Ausgaben sollten vermieden werden. Denn durch Überweisungen per Beleg und den Versand von Kontoauszügen per Post werden selbst Online-Girokonten kostspielig. Andererseits werden in letzter Zeit auch vermehrt Premiumkonten angeboten, die viele Extras enthalten und/oder einen niedrigeren Sollzins versprechen. Tatsächlich kommen die meisten Kunden mit einem Standardkonto aber günstiger weg als beim Premiummodell mit hoher Kontoführungspauschale. Ohnehin ist es flexibler, statt auf eine Guthabenverzinsung des Girokontos zu setzen, oder Giro- und Tagesgeldkonto aus einer Hand haben zu wollen, überschüssiges Guthaben konsequent auf ein zum jeweiligen Zeitabschnitt gut verzinstes Tagesgeldkonto umzubuchen. Die meisten zum Konto ausgegebenen Karten sind Debitcards, hier gibt es girocards mit und ohne Cobadging-Lösung und Debit-Mastercards bzw. Debit-Visa-Cards. Mit diesen Karten gezahlte Beträge gehen direkt vom Girokonto ab. Echte Kreditkarten sind in der Regel nur gegen Aufpreis zu bekommen, oder man wählt für diesen Zweck gleich eine der kontounabhängig angebotenen Kreditkarten. Wichtig für die Produktauswahl bzw. -zusammenstellung ist daher zunächst, die eigenen Bedürfnisse und Gewohnheiten zu kennen, zum Beispiel welches TAN-Verfahren beim Online-Banking und welche Geldautomatenabdeckung man präferiert und ob ein für die kostenlose Kontoführung geforderter Mindestgeldeingang akzeptabel wäre.
Änderungen bei den Girokonten
- Die BBBank hat für zwei zentrale Kartenprodukte, die girocard und die "Visa DirectCard" (Debit-Visa-Card), die Preise angehoben. Die girocard kostet nun EUR 14,95 statt EUR 11,95 pro Jahr, die Debit-Visa-Card EUR 19,95 statt EUR 18,00. Diese Erhöhungen gelten laut aktuellem Preis- und Leistungsverzeichnis seit 1. 12.25 und betreffen das Standard-Girokonto für Privatkunden, das "Gehalts-/Bezügekonto". Die BBBank hatte im Juli 2020 erstmals ein monatliches Kontoführungsentgelt eingeführt. Anfang 2021 folgte die separate girocard-Gebühr. Der Preis von EUR 11,95 für die girocard blieb stabil bis zur jetzigen Erhöhung um EUR 3,00. Inhaber des gebührenfreien "Jungen Kontos" (bis einschließlich 29 Jahre) zahlen für die Debitkarten nichts. Nach Überschreiten der Altersgrenze oder Ablauf von Aktionszeiträumen greift der reguläre Preis. Im derzeitigen Neukundenangebot zum Gehalts-/Bezügekonto sind für zwei Jahre die Kontoführung kostenlos und die girocard beitragsfrei gestellt. Wenn beide Karten bestellt werden, liegen die regulären jährlichen Mindestkosten des Kontos für Kunden ab 30 Jahren somit bei EUR 70,30 (EUR 35,40 Kontoführung, EUR 14,95 girocard, EUR 19,95 Debit-Visa-Card).
- Die Volkswagen Bank bietet Giro-Neukunden EUR 150,00 Starterbonus, wenn sie das Girokonto zusammen mit der kostenpflichtigen Volkswagen Visa Card eröffnen. Die kostenfreie Visa Card pur qualifiziert nicht für den Bonus. Um den Bonus zu erhalten, müssen zudem innerhalb der ersten sechs Monate nach Kontoeröffnung in drei aufeinanderfolgenden Monaten jeweils mindestens EUR 1.000 in einer Summe eingehen – gestückelte Überweisungen und Geldeingänge von eigenen Konten bei der Volkswagen Bank oder Audi Bank qualifizieren nicht. Die Volkswagen Visa Card hat einen Jahrespreis von EUR 33,00. Das Girokonto selbst verursacht monatliche Kontoführungsgebühren von EUR 3,00, unabhängig vom Geldeingang. Im ersten Jahr fallen damit Kosten von EUR 69,00 an, was den Nettovorteil auf EUR 81,00 reduziert. Die Aktion in dieser Bonushöhe läuft seit Ende November, auf unbestimmte Zeit. Die Bank machte in ihrem Newsletter am Black Friday darauf aufmerksam. Sie schreibt den Bonus vier Wochen nach dem dritten Geldeingang gut.
- comdirect stattete am 17.11.25 das "Junior Giro" mit Sachprämien für neue Girokunden aus. In der Vergangenheit flankierten Spielzeug und Elektronik vor allem das "Junior Depot", in regelmäßigen Aktionen zu Anlässen wie Weihnachten oder Ostern. Die Aktionen hatten bei comdirect Routinecharakter. Sie waren durchaus beliebt, da die Kinder ein "sichtbares" Geschenk erhielten, während die Eltern für die finanzielle Zukunft ihrer Kinder sorgten. Für das Junior Giro gab es bis 2024 keine vergleichbaren Sachprämien-Aktionen. Erst im Mai 2025 testete comdirect eine erste solche Aktion für das Junior Giro. Die aktuelle Aktion ist die zweite dieser Art. Das Junior Giro ist ein kostenloses Konto für Minderjährige ab sieben Jahren. Es umfasst eine gebührenfreie Kontoführung, eine Debit-Visa-Card und eine optionale girocard. Die Kontoeröffnung im Aktionszeitraum wird mit einer von drei Sachprämien belohnt: einem Sony Over-Ear-Bluetooth-Kopfhörer WH-CH520, einem Denver Bluetooth-Lautsprecher BTL-360B oder einem Carrera Rennbahn-Set (Mario Kart Edition). Die Prämie ist im Online-Antrag auszuwählen. Sie wird etwa drei Wochen nach Kontoeröffnung zugestellt. Der Kontoantrag muss bis 31.1.26 gestellt sein. Sämtliche Unterlagen einschließlich Geburtsurkunde und – je nach Alter – Ausweisdokument des Kindes müssen spätestens bis 2.3.26 vorliegen. Parallel dazu hat comdirect Eröffnungsvorteile des normalen Depoteröffnungsangebots ausdrücklich auf Minderjährige bzw. das "Junior Depot" ausgeweitet. Geht der vollständige Depoteröffnungsantrag zwischen 17.11.25 und 31.1.26 ein und wird innerhalb von zwölf Monaten nach Depoteröffnung ein Wertpapiersparplan eingerichtet, entfällt für alle Sparplanausführungen in diesem Zeitraum das Ausführungsentgelt. Ausgabeaufschläge von gemanagten Fonds entfallen bei den Sparplänen ebenfalls. Zusätzlich schreibt comdirect eine Geldprämie von EUR 100,00 auf dem Depot-Verrechnungskonto gut, wenn innerhalb der ersten drei Monate nach Depoteröffnung mindestens eine Sparplanausführung stattfindet. Bei beiden Junior-Angeboten ist der Neukundenbegriff als Produkt-Neukunde definiert.
- Das Fintech Tomorrow, das seine Girokonten in Kooperation mit der Solaris SE anbietet, führt seit dem 12.11.25 bei der Kontoeröffnung eine Schufa-Abfrage durch. Das Unternehmen bewertet so die Bonität bei der Neukundenaufnahme. Bislang hatte Tomorrow nur beim optionalen Dispositionskredit mit der Schufa zusammengearbeitet. Die Konten selbst wurden hingegen ohne die im Bankensektor übliche Schufa-Abfrage eröffnet. Tomorrow zählte damit inoffiziell zu den prominentesten Anbietern von Girokonten ohne eine solche Bonitätsprüfung. Für Kunden mit Bonitätsproblemen reduziert sich das Angebot an zugänglichen Girokonten.
- Die ING ist am 3.11.25 in die diesjährigen "Black Weeks" gestartet. Dabei präsentiert sie insbesondere ihr Girokonto, und zwar mit einer markant hohen Geldprämie für Giro-Neukunden von EUR 200,00. Gegenüber dem letzten Mal, als die ING eine Eröffnungsprämie bot, entspricht dies einer Verdopplung. Das war im vergangenen September, im Oktober gab es ein solches Angebot nicht. Die Bedingungen für den Prämienerhalt wurden an einer Stelle justiert: Kontoinhaber unter 28 Jahren müssen nun EUR 700,00 monatliche Geldeingänge erbringen statt zuvor EUR 500,00. Für Kunden ab 28 Jahren blieb die Schwelle bei EUR 1.000 unverändert. Die Beträge müssen in zwei aufeinanderfolgenden Monaten innerhalb der ersten vier Monate nach Kontoeröffnung eingehen. Teilbeträge sind möglich. Es muss sich zwingend um Eingänge wie Lohn, Gehalt, Rente, Kindergeld oder BAföG handeln. Weiterhin besteht die Koppelung an die Marketing-Einwilligung ("Tipps für Sie persönlich"). Kunden müssen sie innerhalb von vier Wochen nach Kontoeröffnung erteilen und dürfen sie nicht widerrufen, bevor sie die Prämie erhalten haben.
- Die BBVA hob zum 9.10.25 die voreingestellten Limits für abgehende Überweisungen an. Der Termin fiel mit regulatorischen Anpassungen bei SEPA-Echtzeitüberweisungen zusammen (zu den abgehenden, und der Ausführung binnen 10 statt bislang 20 Sekunden). Die BBVA informierte ihre Kunden zwei Monate vorab per E-Mail über die geänderten Bedingungen. Standardüberweisungen können bei ihr gemäß Voreinstellung nun bis zu EUR 20.000 pro Tag und pro einzelner Überweisung beauftragt werden – eine Verdopplung des vorherigen Limits von EUR 10.000, das seit dem Markteintritt in Deutschland galt. Bei Echtzeitüberweisungen stieg das Tageslimit auf EUR 5.000 (vorher EUR 3.000), das Limit pro einzelner Überweisung blieb bei EUR 1.000. Auch eine andere Restriktion lockerte die BBVA: Kunden können künftig das Limit für Echtzeitüberweisungen anpassen lassen. Zuvor konnten sie das lediglich für Standardüberweisungen tun, temporär auf Antrag. Für Echtzeitüberweisungen war bis dahin keinerlei Limitanpassung möglich. Die FAQ der Bank weisen die neuen Limits aus. Neben den genannten Limits pro Tag und Stück gilt ein Wochenlimit von EUR 140.000 für Standardüberweisungen und ein Monatslimit von EUR 15.000 für Echtzeitüberweisungen. Die vorherigen Obergrenzen zwangen Kunden bei größeren Geldtransfers oft zu umständlichem Vorgehen. Kunden berichteten zudem, Echtzeitüberweisungen seien teilweise bereits vor Erreichen der kommunizierten Limits blockiert worden.
- 1822direkt kündigte vorab im Preis- und Leistungsverzeichnis zum 1.10.25 Preisanhebungen für zahlreiche Girokonto- und Kartenleistungen sowie das Wertpapierdepot an. Besonders betroffen sind Bestandskunden der nicht mehr angebotenen Girokontomodelle. 1822direkt hat sie angeschrieben und um Zustimmung gebeten. Die monatliche Kontoführungsgebühr bei Nichterfüllung des Mindestgeldeingangs stieg bei Konten wie dem "Girokonto Klassik", "GiroAll", "girokonto Basic" oder "1822direkt-girokonto" jeweils von bisher EUR 3,90 auf EUR 4,50. Beim "1822Mobile" sprang die Gebühr ohne Geldeingang (ab EUR 0,01 Geldeingang gebührenfrei) ausgehend von EUR 1,90 auf EUR 4,50. Den jährlichen Kartenpreis der girocard erhöhte 1822direkt in allen Altmodellen von EUR 6,00 auf EUR 10,00. Auch die Kreditkarten wurden teurer: Die "Visa Classic" kostet künftig EUR 36,00 statt EUR 29,90, die "Visa Gold" EUR 72,00 statt EUR 69,90. Das Ausstellen einer Ersatzkarte kostet EUR 12,90 statt EUR 10,00. Spürbar ist die Erhöhung des Auslandseinsatzentgelts. Seit Oktober beträgt es bei Abhebungen und Zahlungen mit Debit- oder Kreditkarte in Fremdwährung oder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums 2,25% des Umsatzes. Bisher waren es bei den Altkonten 1,75 %. Beim für Neuabschlüsse einzig angebotenen "GiroDirekt" lag das Auslandsentgelt für Abhebungen bereits bei Produkteinführung im Februar 2025 bei 2,25%, nun wird es für Zahlungen ebenfalls von 1,75% auf diesen Satz angehoben. Die girocard bleibt beim GiroDirekt kostenfrei. Die monatliche Kontoführungsgebühr bei Nichterfüllung sowie die Kreditkartenpreise liegen dort bereits auf dem neuen Niveau. Die Preisangleichung führt dazu, dass ein Wechsel auf das neue Modell für Bestandskunden trotz der einmaligen Wechselgebühr von EUR 15,00 wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Beim "Girokonto Premium" entfielen die Warteschleifenpriorität beim Kundenservice und das Gutschein-Portal ersatzlos, was den Mehrwert dieses Modells reduziert.
- comdirect hat das bisherige Limit von EUR 2.000 je Echtzeitüberweisung aufgehoben. Nun können Kunden deutlich höhere Einzelbeträge in Echtzeit überweisen. Dies geht aus einer am 30.9.25 geänderten FAQ hervor. comdirect führte stattdessen ein anpassbares Tageslimit für Echtzeitüberweisungen ein. Dieses begrenzt nicht mehr die einzelne Überweisung, sondern deren Summe innerhalb eines Tages. Das Limit lässt sich im Online-Banking und in der App anpassen.
- Die Santander Consumer Bank hat zum 24.9.25 das tägliche Betragslimit ihrer Girokunden für Online-Überweisungen auf initial EUR 2.500 reduziert, ermöglicht nun aber Anpassungen bis zu einem Maximum von EUR 25.000 pro Tag. Diese Anpassungsmöglichkeit ist die entscheidende Neuerung, sie hebt eine langjährige Beschränkung auf, denn bislang galt ein starres, niedriges Limit von EUR 5.000, welches das ansonsten recht gute Girokontoangebot der Santander Consumer Bank für viele unpraktikabel machte. Die Bank informierte ihre Kunden über die Änderungen beim Limit per E-Mail und kommunizierte sie auch in den Update-Informationen der Banking-App. Das Limit lässt sich eigenständig im Online-Banking oder der Banking-App über die Kontodetails bearbeiten, die sich über den Pfeil neben dem Saldobetrag des jeweiligen Girokontos öffnen lassen. Nach dem erfolgreichen Ändern ist das neue Limit sofort aktiv und kann jederzeit wieder angepasst werden. Die alte Regelung erlaubte Überweisungen über EUR 5.000 nur in den Filialen gegen eine Servicegebühr von EUR 2,50 pro beleghafte Überweisung. Ein höheres Limit erleichtert Umschichtungen zu externen Tagesgeldkonten, den Autokauf oder andere große Zahlungen.
- Die Consorsbank legte am 15.9.25 zum Girokonto ihr Angebot für Giro-Neukunden mit der hohen Geldprämie neu auf. Bis zu EUR 200,00 sind erhältlich. Es lief zuletzt im Mai 2025, erfordert nun eine Zustimmung für werbliche Kommunikation, was dem Branchentrend von ING, DKB und anderen Direktbanken folgt. Consorsbank zahlt die Prämie in vier Tranchen à EUR 50,00 aus: nach drei, sechs, neun und zwölf erfüllten Monaten mit jeweils mindestens EUR 1.500 Geldeingang von einer Fremdbank. Dies zielt auf eine langfristige Kundenbindung ab. Es muss sich aber nicht zwingend um Gehalt handeln. Der erste Geldeingang muss spätestens im dritten Monat nach Kontoeröffnung verbucht sein. Zusätzlich zu diesen bekannten Bedingungen müssen Neukunden ihre Einwilligung aktiv in zwei Kanälen erteilen: im Web unter Mein Konto & Depot > Mein Datenschutz für E-Mail-Werbung und in der App unter Profil > Einstellungen > Benachrichtigungen für Push-Marketing. Die Einwilligung muss spätestens im dritten Monat nach Kontoeröffnung erteilt werden und während des gesamten Prämienzeitraums bestehen bleiben - ein Widerruf führt zur Einstellung weiterer Prämienauszahlungen. Consorsbank bewirbt die Aktion als "für kurze Zeit" laufend. Im Marktvergleich gehört sie zu den höchstdotierten.
- Consorsbank hat am 11.9.25 ausgehende Echtzeitüberweisungen freigeschaltet. Die Funktion ist nicht nur beim Girokonto verfügbar, sondern auch bei Tagesgeldkonto und Depot-Verrechnungskonto. Die Bank führte sie ohne Ankündigung ein. Nutzer entdeckten die Option am Ende der Überweisungsmaske. Im Online-Banking aktiviert ein Kästchen, in der Banking-App ein Schieberegler die Echtzeitüberweisung. Zusätzliche Gebühren fallen nicht an. Eingehende Echtzeitüberweisungen sind bei Consorsbank bereits seit Januar 2025 möglich. Für ausgehende Echtzeitüberweisungen legte Consorsbank separate Limits fest: ein Tageslimit von standardmäßig EUR 5.000 und ein Transaktionslimit je einzelner Überweisung von EUR 2.000. Kunden können das Tageslimit im Online-Banking oder in der App anpassen, nicht abänderbar ist das Transaktionslimit je einzelner Überweisung. Das maximale Online-Limit für SEPA-Überweisungen und Echtzeitüberweisungen zusammen beträgt EUR 50.000 täglich. Höhere Beträge bis EUR 500.000 erfordern einen schriftlichen Antrag per Formular mit Ausweiskopie.
- ING schaltete Echtzeitüberweisungen für alle Girokunden frei – doch noch kurz vor der regulatorischen Frist. ING hatte ausgehende Echtzeitüberweisungen bislang Inhabern der kostenpflichtigen "Future"-Erweiterung vorbehalten. Jetzt können auch Kunden des Standard-Girokontomodells Überweisungen innerhalb von Sekunden und ohne Zusatzkosten tätigen. Eingehende Echtzeitgutschriften waren bereits zuvor auf allen Kontotypen möglich, einschließlich des Tagesgeldkontos "Extra-Konto". Die Nutzung erfordert eine Aktualisierung der ING-App auf Version 8.36.1 für iOS beziehungsweise 8.36.0 für Android. Das Banking im Browser und auf iOS erhielt die Funktion am 9.9.25, die Android-App wurde zwei Tage später bereitgestellt. Die Echtzeitüberweisung ist bei ING nicht voreingestellt aktiviert: Nach Eingabe der Überweisungsdaten müssen Kunden bei der Überweisung das Häkchen für die Echtzeitoption setzen. Das Tageslimit entspricht dem regulären Überweisungslimit, standardmäßig EUR 2.000, es lässt sich eigenständig anpassen. Eine separate Obergrenze für Echtzeitüberweisungen existiert nicht mehr. Zum gesetzlich geforderten Abgleich von IBAN und Empfängername kündigte ING an, die Prüfung ab dem 9.10.25 zu implementieren. Ende August integrierte ING bereits Wero. Wero erlaubt Kunden, Geld in Echtzeit per Handy-Kontakt zu senden oder anzufordern. Diese Funktion basiert ebenfalls auf Echtzeitüberweisungen, allerdings ist sie mit einem eigenen Tageslimit von EUR 500,00 versehen und nur im Familien- und Freundeskreis praktikabel.
