Girokonto: Information
- Kontoangebot/Anzeigenorisbank
- Eröffnungsangebot für Neukunden mit EUR 200,00 Geldprämie bei gleichzeitiger Eröffnung von Girokonto und Tagesgeldkonto mit variablem Sonderzins von 2,50% p. a., es gelten Bedingungen
- kostenlose Kontoführung unter 30 Jahren oder ab EUR 500,00 monatlichem Geldeingang, sonst EUR 3,90 pro Monat
- Kontoangebot/Anzeigecomdirect
- Eröffnungsangebot für Neukunden mit EUR 250,00 Geldprämie und Tagesgeld-Sonderzins von 3,25% p. a. für sechs Monate, es gelten Bedingungen
- kostenlose Kontoführung des "Girokonto Aktiv" in den ersten 36 Monaten bei Eröffnung bis 23.11.26, danach EUR 4,90 pro Monat, sofern keine Bedingung wie EUR 700,00 monatlicher Geldeingang erfüllt ist
Die meisten Bankkunden behalten ihr Girokonto selbst dann, wenn die Kosten steigen. Aus Gewohnheit bleiben sie ihrer Bank oder Sparkasse über Jahre treu. Aus gutem Grund, denn immerhin laufen regelmäßig Gehaltszahlungen, Abbuchungen und Daueraufträge über das Konto. Der empfundene Aufwand für einen Wechsel wiegt bei den meisten höher als die mögliche Kostenersparnis. Mit einem optimalen Girokonto lassen sich jedoch jährlich dreistellige Euro-Beträge sparen. Außerdem helfen die meisten Geldinstitute ihren neuen Kunden beim Wechseln, auch über externe Webservices, die automatisch die Umsätze analysieren und den Versand an die Anzuschreibenden übernehmen. Das macht dann kaum noch Arbeit.
In der Niedrigzinsphase brachen bei den klassischen Geschäftsmodellen der Banken die Erträge weg. Die Kosten für die Bereitstellung der Girokonten ließen sich kaum noch wie früher aus Zinserträgen querfinanzieren. So ersetzten vor allem die Filialinstitute nach und nach beliebte Gratiskonten durch Konten mit Monatspauschalen. Wurden bereits Monatspauschalen verlangt, wurden diese entweder angehoben oder einzelne Postenpreise erhöht bzw. eingeführt. In jüngster Zeit hat sich dies mit dem höheren Zinsniveau gedreht, neue Girokunden werden wieder mit Eröffnungsanreizen oder günstigen Konten umworben. Auch bei den Preisänderungen ist es ruhiger geworden, dazu trug das BGH-Urteil zur aktiven Zustimmungspflicht bei, da es den Banken in der Praxis sehr erschwert, Erhöhungen umsetzen, ohne einen Teil der Kunden zu verlieren, der nicht reagiert. Solange die Banken am Zinsgeschäft wieder gut verdienen können, ist der Preisdruck bei den Girokonten geringer.
Bei den Direktbanken war die Dynamik der Preiserhöhungen weniger ausgeprägt. Hier gibt es nach wie vor einige Anbieter mit Girokonten ohne monatliche Grundgebühr. Für Auszubildende und Studenten gilt dies bei vielen Anbietern ohnehin uneingeschränkt. Für alle anderen Kundengruppen ist ein Verzicht auf die Grundgebühr fast immer an Bedingungen geknüpft. Die Varianten reichen von einem obligatorischen monatlichen Geldeingang über ein mindestens zu haltendes Durchschnittsguthaben bis hin zur Verbindung mit Zusatzgeschäften.
Direktbanken sprechen mobile Kunden an, die keinen Wert auf ein großes Filialnetz legen. Viel Gewicht fällt hier der Bargeldversorgung zu, da das Geldziehen an fremden Automaten teuer ist. Innerhalb des Sparkassenverbunds kann man beispielsweise 22.000 Geldautomaten kostenlos nutzen. Die Genossenschaftsbanken kommen auf rund 15.500 Automaten und die Cash Group (Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank und Postbank sowie deren Tochterinstitute) kommt auf 6.000 Automaten. Ob die Bank an eines dieser Geldautomatennetze angebunden ist und ob es im eigenen Umfeld entsprechende Automaten gibt, sollte man sich anschauen. Einige Direktbanken behelfen sich, indem sie ihren Kunden eine kostenfreie Bargeldversorgung über Debit- oder Kreditkarten von Mastercard oder Visa ermöglichen und dabei die Abhebegebühren der Kartengesellschaft zu pauschalen Großhandelskonditionen übernehmen. Das Geldziehen ist dann an praktisch allen Geldautomaten im gesamten Euroraum für den Kunden kostenfrei, manchmal sogar weltweit. Wer viel reist, profitiert davon. Löchrig ist die ansonsten komfortable Lösung, da mehrere Sparkassen und Volksbanken ihre Automaten für diese bestimmter Direktbanken gesperrt haben. Eine zusätzliche Option für jeden sind die Bargeldservices im Handel.
Für diverse mit einem Girokonto verbundene Leistungen erheben die Banken unterschiedlich hohe Gebühren. Voraussetzung für die Belastung von Preisen ist jedoch, dass die Bank diese im Preisverzeichnis nennt. Neben dem monatlichen Grundpreis und dem Kostenfaktor Geldabheben fallen insbesondere die Gebühren für Buchungen, Karten sowie Sollzinsen ins Gewicht. Auch bieten die Banken meist mehrere TAN-Verfahren beim Online-Banking an, nicht bei allen Banken kann ein kostenloses genutzt werden. Unnötige Ausgaben sollten vermieden werden. Denn durch Überweisungen per Beleg und den Versand von Kontoauszügen per Post werden selbst Online-Girokonten kostspielig. Andererseits werden in letzter Zeit auch vermehrt Premiumkonten angeboten, die viele Extras enthalten und/oder einen niedrigeren Sollzins versprechen. Tatsächlich kommen die meisten Kunden mit einem Standardkonto aber günstiger weg als beim Premiummodell mit hoher Kontoführungspauschale. Ohnehin ist es flexibler, statt auf eine Guthabenverzinsung des Girokontos zu setzen, oder Giro- und Tagesgeldkonto aus einer Hand haben zu wollen, überschüssiges Guthaben konsequent auf ein zum jeweiligen Zeitabschnitt gut verzinstes Tagesgeldkonto umzubuchen. Die meisten zum Konto ausgegebenen Karten sind Debitcards, hier gibt es girocards mit und ohne Cobadging-Lösung und Debit-Mastercards bzw. Debit-Visa-Cards. Mit diesen Karten gezahlte Beträge gehen direkt vom Girokonto ab. Echte Kreditkarten sind in der Regel nur gegen Aufpreis zu bekommen, oder man wählt für diesen Zweck gleich eine der kontounabhängig angebotenen Kreditkarten. Wichtig für die Produktauswahl bzw. -zusammenstellung ist daher zunächst, die eigenen Bedürfnisse und Gewohnheiten zu kennen, zum Beispiel welches TAN-Verfahren beim Online-Banking und welche Geldautomatenabdeckung man präferiert und ob ein für die kostenlose Kontoführung geforderter Mindestgeldeingang akzeptabel wäre.
Änderungen bei den Girokonten
- Die norisbank erhöhte die Geldprämie zum "Top-Girokonto" für Online-Anträge ab 22.10.26 von EUR 120,00 auf EUR 200,00 und verlangt dabei keinen Kontowechsel mehr. Bisher mussten über den Online-Kontowechselservice mindestens drei Zahlungspartner informiert werden. Jetzt genügt der gleichzeitige Abschluss von Girokonto und Tagesgeldkonto "Top-Zinskonto". Neu ist dafür eine Haltefrist: Beide Konten müssen mindestens zwölf Monate bestehen bleiben, sonst behält sich die norisbank vor, die Prämie zurückzufordern oder zu verrechnen. Gutgeschrieben wird sie spätestens vier Wochen nach der Eröffnung. Mehr hat die Bank nie geboten, und erstmals hängt die Geldprämie nicht am Kontowechsel. Unverändert richtet die Bank auf dem zuerst eröffneten Top-Zinskonto bis auf Weiteres einen variablen Sonderzins ein, derzeit 2,50% p. a.
- Die DKB bewirbt ihr neues Eröffnungsangebot zum Girokonto als Übernahme des Kartenpreises für drei Jahre. Rechnerisch stimmt das: Die Visa-Kreditkarte kostet EUR 2,49 monatlich, 36 Monate ergeben EUR 89,64, die Prämie beträgt EUR 90,00. Gezahlt wird sie aber einmalig am 15.1.27, der Kartenpreis läuft regulär weiter. Aufgehen kann die Rechnung nur, wenn das Konto nichts kostet, also bei Kontoinhabern unter 28 Jahren oder mit monatlich mindestens EUR 700,00 Geldeingang. Sonst fallen EUR 4,50 Kontoführung an, mit Karte EUR 6,99 im Monat. Das Angebot gilt, wenn das Girokonto als Einzelkonto im Zeitraum 19.10.26 bis 3.11.26 beantragt und dabei die Visa-Kreditkarte mitbestellt wird. Die Kreditkarte muss erfolgreich ausgestellt und die Legitimation bis 8.11.26 abgeschlossen sein. Voraussetzung ist außerdem, die Einwilligung in Werbung per E-Mail. Unabhängig von diesem Eröffnungsangebot legte die DKB für den kurzen Zeitraum 19.10.26 bis 19.11.26 eine eigene Cashback-Aktion auf, mit 1,00% auf Zahlungen mit der Visa-Debitkarte und der Visa-Kreditkarte, höchstens EUR 15,00 je Kunde. Nutzen können es volljährige Privatkunden, die sich in der DKB-App unter "Produkte" für das Cashback-Programm registrieren und das Angebot aktivieren. Es zählen nur Zahlungen nach der Aktivierung. Bargeldabhebungen sowie wett- und investmentbezogene Transaktionen sind ausgenommen, stornierte oder erstattete Zahlungen mindern den Cashback. Die DKB schreibt ihn jeweils bis zum 15. des Folgemonats gut und kann das Angebot vorzeitig beenden, sobald das Gesamtbudget von EUR 450.000 ausgeschöpft ist.
- Die comdirect ersetzte ihr Eröffnungsangebot mit Cashback durch eine Geldprämie von EUR 250,00, schon vor dem angekündigten Ende am 18.10.26. So gilt seit 13.10.26 für alle drei Kontomodelle nun ein lohnenderes Angebot: Die vollständigen Antragsdaten müssen bis 23.11.26 eingehen. Verlangt werden in den ersten drei Monaten mindestens fünf Transaktionen über jeweils EUR 25,00 oder mehr, etwa Überweisungen, Lastschriften oder Abhebungen am Geldautomaten. Für das bisherige Cashback von höchstens EUR 150,00 mussten Neukunden EUR 3.000 mit der Visa-Debitkarte umsetzen. Neu ist diese Bindung: Das Konto muss mindestens zwölf Monate bestehen, sonst behält sich comdirect die Rückforderung vor. Gutgeschrieben wird im vierten Monat, die Einwilligung in Werbe-E-Mails der Commerzbank AG darf bis dahin nicht widerrufen werden. Beim Kontomodell "Girokonto Aktiv" entfällt zudem 36 Monate lang das Kontoführungsentgelt ohne Mindestgeldeingang (bisher sechs Monate), girocard und Visa-Kreditkarte sind in dieser Zeit beitragsfrei. Das zeitgleich eröffnete Tagesgeld bringt sechs Monate 3,25% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 250.000 (bisher 1,75% variabel), danach derzeit 2,50% p. a. variabel.
- Die norisbank erhöhte den Sonderzins ihres Girokonto-Eröffnungsangebots für Neukunden am 1.10.26 von 2,25% auf 2,50%. Der Sonderzins gilt auf dem "Top-Zinskonto", das automatisch miteröffnet wird, ab dem ersten Euro und ohne Betragsobergrenze. Er ist variabel, die Bank kann den Zinssatz jederzeit ändern. Das vorherige Angebot mit 2,25% hatte knapp zwei Monate Bestand. Ob diejenigen, die zwischen 3.8.26 und 30.9.26 eröffnet haben, auf 2,50% mitgezogen werden, geht auf dem Internetauftritt nicht hervor - die Bedingungen nennen den neuen Satz nur "für Neukunden ab dem 01.10.2026", und der Zinsaushang vom 1.10.26 führt allein ihn, die 2,25% erscheinen dort nicht mehr. Unverändert hängt der Sonderzins am Girokonto - bei dessen Kündigung gilt der Standardzins von 0,75% - und nur am zuerst eröffneten Tagesgeldkonto; auf den bis zu vier Unterkonten gelten ebenfalls die 0,75%. Die Kontowechsel-Prämie von EUR 120,00 - ein zweiter Aktionsbaustein - ist weiterhin erhältlich. Dafür müssen über den Online-Kontowechselservice bis 30.11.26 mindestens drei Zahlungspartner informiert werden, die Gutschrift folgt bis 15.1.27. Wer jetzt eröffnet, hat dafür höchstens zwei Monate.
- Die spanische Openbank S. A. aus der Santander-Gruppe gibt ihre deutsche Zweigniederlassung samt deren Digitalbankangebot auf. Die Zweigniederlassung kündigt seit einigen Wochen ihren Kunden in Wellen die Geschäftsverbindung. Sie werde "schrittweise zurückgeführt und perspektivisch geschlossen", heißt es in den Kündigungsschreiben. Neukunden nimmt sie bereits seit 15.7.26 nicht mehr an. Die Schreiben stellt die Bank ins Online-Postfach. Manche Kunden erhielten bislang keines, andere mehrere. Häufig ist darin eine Frist von 70 Tagen gesetzt. Einzelne Schreiben von Juli 2026 nannten Kundenberichten zufolge nur 40 Tage. Damit unterschritt die Bank die Mindestfrist von zwei Monaten, die § 675h Abs. 2 BGB vorschreibt, wenn eine Bank ein Zahlungskonto wie das Girokonto kündigt. Nachträglich korrigierte sie diese Kündigungen. Zehn Tage vor dem Kündigungstermin senkt die Bank den Zins für Tagesgeld und Girokonto auf null. Auf ein anderes Konto überweisen müssen die Kontoinhaber ihr Guthaben bis zum Kündigungstermin selbst. Daueraufträge, Lastschriften und Gehaltseingang ziehen nicht von allein um. Kontoauszüge und Dokumente aus dem Online-Postfach sollten Betroffene sichern, weil der Zugang mit der Kontoschließung voraussichtlich endet. Die Bank kommuniziert widersprüchlich. Mitte Juli zog die Zweigniederlassung auf die Domain openbank-espana-zweigniederlassung.de um und überließ openbank.de der Openbank Deutschland AG. Auf der Startseite steht weiterhin der Satz aus der Ankündigung des Domainwechsels: "Deine bestehenden Produkte, Services und Einstellungen bleiben unverändert." Die laufenden Kündigungen widerlegen ihn. Öffentlich äußerte sich die Bank zur Schließung bislang nicht. Viele Betroffene trifft die Schließung als zweite erzwungene Umstellung binnen gut eines Jahres: 2025 drängte die Bank die Kunden mit bis dahin spanischer IBAN zum Wechsel auf eine deutsche IBAN der Zweigniederlassung und drohte andernfalls mit Kontosperre. Wer damals wechselte, um sein Konto zu behalten, verliert es jetzt doch. Nicht betroffen sind Kunden der Openbank Deutschland AG, der früheren Santander Consumer Bank AG. Die Konten der Zweigniederlassung überträgt die Zweigniederlassung nicht automatisch dorthin, wirbt aber auf www.openbank-espana-zweigniederlassung.de/wechselangebot dafür, die Unterseite ist nicht im Internetauftritt verlinkt. Wer das "BestGiro" der AG eröffnet und bis 15.10.26 das gesamte Guthaben seines Girokontos bei der Zweigniederlassung dorthin überträgt, erhält laut der Werbung einen Wunschgutschein über EUR 200,00. Den Kontowechselservice der AG nennen die Teilnahmebedingungen nicht als Voraussetzung. Die Höhe des Gutscheins liegt unter der Prämie von EUR 250,00, die die AG für gewöhnliche Neukunden beim BestGiro bis 31.8.26 bot. Offen bleibt, wann die letzten Konten schließen, wie Kunden ihre Steuerbescheinigung für 2026 ohne Online-Postfach erhalten und was mit Festgeldern, Depots und dem Robo-Advisor geschieht. Unberührt bleiben Inhaber der "Amazon Visa", obwohl ihre Karte ursprünglich aus der Zweigniederlassung stammt. Als Amazon die Karte im August 2024 neu auflegte, gab die Zweigniederlassung sie unter der Marke Zinia heraus. Mit der Umbenennung in Openbank Pay by Santander und den internen Umstrukturierungen führt die Openbank S. A. die Karte seit Februar 2026 direkt aus ihrer spanischen Zentrale.
- Die Postbank legte ein Eröffnungsangebot mit EUR 222,00 Geldprämie für Giro-Neukunden auf, zu ihrem Online-Girokonto "Giro pur". Erst am 14.9.26 war ein Angebot über EUR 150,00 ausgelaufen; nach einer prämienfreien Woche startete dieselbe Mechanik neu, die Prämie aber um 48% und die Eingangsschwelle um 10% Prozent angehoben. Der Antrag muss im Zeitraum 22.9.26 bis 2.11.26 eingehen und über postbank.de, die Postbank-App oder das Online-Banking laufen; ein Antrag in der Filiale führt nicht zu einem Prämienanspruch. Verlangt wird ein unbarer Geldeingang von mindestens EUR 550,00 im ersten vollen Kalendermonat nach Beantragung - EUR 50,00 mehr als zuvor. Und das Konto muss mindestens zwölf Monate bestehen bleiben. Die Auswertung der Transaktionsdaten für Werbung der Bank und Partnerunternehmen ist beim Giro pur fester Vertragsbestandteil.
- Die BBVA erhöhte zum 15.9.26 beim Eröffnungsangebot zu ihrem Girokonto sowohl den angebotenen Sonderzins als auch die Cashbackrate von 3,50% auf 3,75%. Neukunden erhalten damit sechs Monate lang 3,75% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 200.000 und zusätzlich 3,75% ihrer berechtigten Karteneinkäufe zurück. Das aufgebesserte Angebot gilt bei erstmaliger Kontoeröffnung ab diesem Datum. Für Guthabenteile größer EUR 200.000 bis EUR 500.000 gelten während der Sonderverzinsung 2,50% p. a. (vorher 2,25% p. a.). Beim Cashback berücksichtigt die Bank Einkäufe mit der Debit-Mastercard bis zu EUR 400,00 statt zuvor bis EUR 350,00 im Monat. Zusammen mit dem höheren Prozentsatz stieg die maximale Rückvergütung dadurch von EUR 12,25 auf EUR 15,00 monatlich. Im sechsmonatigen Cashback-Zeitraum sind somit insgesamt EUR 90,00 statt zuvor EUR 73,50 möglich. Der Cashback-Zeitraum beginnt nicht mit der Kontoeröffnung, sondern mit der ersten Kartenzahlung. Bleibt diese Zahlung in den ersten 90 Tagen aus, entfällt der Anspruch.
- 1822direkt erhöhte am 1.9.26 zum 30-jährigen Bestehen die für Giro-Neukunden erhältliche Eröffnungsprämie beim "GiroDirekt" auf EUR 200,00. Zu den bisherigen EUR 170,00 kamen EUR 30,00 Jubiläumsprämie, die Bedingungen blieben bis auf die Fristen unverändert: Bis zum 31.1.27 (bei den jetzigen Neukunden: bis 28.2.27) müssen in zwei aufeinanderfolgenden Monaten jeweils mindestens EUR 700,00 aus Lohn, Gehalt, Rente, Besoldung oder BAföG eingehen; Eigenüberweisungen zählen nicht. Damit liegt die Bank gleichauf mit dem bisherigen höchsten Prämienbetrag, verlangt ist jedoch nur eine geringe Gegenleistung: Die im Juni ebenfalls erreichbaren EUR 200,00 setzten drei Monate mit je EUR 1.000 sowie eine genutzte Visa-Kreditkarte voraus. Der Antrag muss bis 13.10.26 erstellt sein, das Konto bis 23.10.26 eröffnet (bei den jetzigen Neukunden: Antrag bis 16.11.26, Konto eröffnet bis 23.11.26).
- Bis zu EUR 150,00 Cashback statt EUR 100,00 Geldprämie (bzw. EUR 150,00 in der Variante für das "Girokonto Extra") lobt die comdirect seit 1.9.26 für Neukunden beim Girokonto aus, doch der Betrag ist schwerer zu erreichen als zuvor. comdirect vergütet 5,00% der Kauftransaktionen mit der Debit-Visa-Card zurück, monatlich auf EUR 50,00 gedeckelt, drei Monate lang ab Kontoeröffnung. Die vollen EUR 150,00 erfordern deshalb EUR 3.000 Kartenumsatz, gleichmäßig auf EUR 1.000 je Monat verteilt, weil die Kappung je Monat greift. Die Vorgängeraktion bis 31.8.26 zahlte EUR 100,00 schon für fünf Kontobuchungen über jeweils mindestens EUR 25,00 - für einen Umsatz von EUR 125,00 gibt es jetzt EUR 6,25. Erhalten blieb die Pflicht, in Werbung der Commerzbank AG einzuwilligen. Die Aktion belohnt damit das konsequente Umleiten von Ausgaben auf die comdirect-Karte, und sie belohnt sie ausschließlich bei der Debit-Visa-Card. In den Modellen Extra und Plus, in denen zusätzlich eine Visa-Kreditkarte beitragsfrei enthalten ist, bedeutet jeder Griff zur Kreditkarte einen Verzicht auf Cashback, gleich ob bewusst, unbedacht oder ohne Kenntnis der Bedingung.
- Revolut bietet Neukunden in Deutschland seit dem 18.8.26 einen Sonderzins von 4,25% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 25.000 auf dem Tagesgeldkonto. Er gilt unabhängig vom gewählten Abo für höchstens vier Zyklen zu je 30 Tagen, zusammen also 120 Tage. Ohne weitere Bedingung ist das nur im ersten Zyklus. Nominal liegt Revolut 0,25 Prozentpunkte über dem Angebot von Chase. Dafür müssen Interessenten bei Revolut aber ein Girokonto eröffnen und anschließend die zugehörige Karte nutzen. Berechtigt sind nur Volljährige mit steuerlichem Wohnsitz in Deutschland, die noch nie ein Privatkonto bei einem Unternehmen der Revolut-Gruppe hatten. Nach der Identitätsprüfung bleiben 30 Tage Zeit, das Tagesgeldkonto zu eröffnen. Revolut kann die Aktion für künftige Teilnehmer jederzeit beenden; bereits zugelassene Kunden nehmen weiterhin teil. Zinsen entstehen erst, wenn der Abgleich der Steuer-ID mit dem Bundeszentralamt für Steuern gelingt. Die Zyklusuhr läuft indes ab der Kontoeröffnung; ein verzögerter Abgleich verkürzt den verzinsten Zeitraum. Ab dem zweiten Zyklus verlangt Revolut drei anrechenbare Kartenzahlungen von jeweils mindestens EUR 5,00. Nicht anrechenbar sind unter anderem Zahlungen für Versorgungsleistungen, Bildung, Steuern, Parken, Finanzdienstleistungen sowie erstattete Umsätze. Die Grundbedingung nennt Revolut auf der Aktionsseite; die zahlreichen Abgrenzungen erst in den "AGB der Werbeaktion". Verfehlt der Kunde die Drei-Zahlungen-Bedingung, fällt er nach dem laufenden Zyklus auf den Standardzins seines Abos zurück. Endgültig verloren ist der Sonderzins damit nicht. Innerhalb eines 120-Tage-Fensters ab Kontoeröffnung kann der Kunde ihn durch drei anrechenbare Zahlungen binnen 30 aufeinanderfolgenden Tagen erneut auslösen. Ein vor Fristende gestarteter Zyklus läuft anschließend die vollen 30 Tage. Im kostenlosen Standardtarif zahlt Revolut regulär 2,25% auf Guthabenteile bis EUR 5.000 und 1,25% darüber.
Bei den ab 4.8.26 eröffneten Tagesgeldkonten änderte Revolut die Verwahrung: Die Guthaben liegen auf einem Sammeltreuhandkonto bei der Deutschen Bank AG. Vertragspartner bleibt die Revolut Bank UAB über ihre deutsche Zweigniederlassung; einen eigenen Kontovertrag mit der Deutschen Bank schließen die Kunden nicht. Der wirtschaftlich zugeordnete Anteil am Treuhandkonto fällt unter die Absicherung über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung). Sie schützt bis zu EUR 100.000 je Einleger und Bank. Wer eigene Einlagen bei der Deutschen Bank oder deren Marken wie Postbank hält, dem rechnet die Sicherung das Revolut-Treuhandguthaben hinzu; der Schutz greift nur einmal bis EUR 100.000. Giroguthaben, Gemeinschafts- und "Kids-&-Teens"-Tagesgeld sowie früher eröffnete persönliche Tagesgeldkonten bleiben bei der Revolut Bank UAB und damit im litauischen Sicherungssystem. Für viele Kunden verteilen sich die Revolut-Guthaben so auf zwei Institute und zwei gesetzliche Sicherungsgrenzen. Bestandskunden erhalten für ein Tagesgeldkonto, das sie ab dem 4.8.26 eröffnen, zwar die deutsche Absicherung, erfüllen aber nicht die Neukundenbedingung für den Sonderzins.
Am 10.8.26 erhielt die 2025 gegründete Revolut Bank S. A. mit Sitz in Paris durch die französische Aufsicht ACPR und die Europäische Zentralbank eine Banklizenz. Sie arbeitet als eigenständige Bank, ist keine Zweigniederlassung der Revolut Bank UAB und startet zunächst in Frankreich. Deutschland, Irland, Italien, Portugal und Spanien sollen später folgen. Einen Zeitplan nannte Revolut nicht. Für deutsche Kunden käme damit nach dem Wechsel zur litauischen Vollbank im Jahr 2022 und der Einführung deutscher IBANs über deren deutsche Zweigniederlassung im Jahr 2024 die dritte grundlegende Umstellung. Offen ist, ob Revolut das Sammeltreuhandkonto bei der Deutschen Bank dann fortführt, verlagert oder aufgibt.
