Bankgeschäfte lassen sich bequem über das Internet erledigen. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen von Bankprodukten, die bundesweit angeboten werden und den Abschluss per PostIdent/VideoIdent/E-Ident ermöglichen. Insgesamt sind 210 Anbieter in unseren Produktvergleichen erfasst. Thematisch liegt der Schwerpunkt von modern-banking.de auf dem Direktbankenmarkt.
Aus den Produktbereichen
Tagesgeld
- Knapp zwei Monate nach dem Markteintritt schärfte die Hamburg Direct Bank nach, in der Höhe des Sonderzinses für Eröffnungen ab 8.5.26 von 3,00% p. a. auf 3,21% p. a. Die 0,21 Prozentpunkte mehr bringen sie zurück ins Spitzenfeld. Die Sonderverzinsung gilt für die ersten vier Monate ab Kontoeröffnung. Die Höchstanlage während der Zeit der Sonderverzinsung begrenzte sie zugleich zugleich auf EUR 150.000 - höhere Einzahlungen lässt die Bank während dieser Zeit nicht zu. Es ist das zweite Mal, dass sie diese reduziert, bei Marktstart lag sie bei EUR 500.000, im Zeitraum 2.4.26 bis 7.5.26 bei EUR 250.000.
- Mit der am 5.5.26 gestarteten Bonuszinsaktion adressiert Bank of Scotland dieses Mal allein Bestandskunden ihres Tagesgeldkontos. Deren Verzinsung liegt bei 1,25%, während Neukunden über das parallel angebotene Neukundenangebot drei Monate lang 3,25% p. a. auf bis zu EUR 100.000 erhalten. Die Bonuszinsaktion schließt die Lücke nahezu, denn darüber können Bestandskunden zusätzlich zum variablen Standardzins einen Bonuszins von 1,75% p. a. erhalten. Voraussetzung ist ein Aufstocken des Gesamtguthabens aus Tagesgeld und allen aktiven Festgeldern netto um mindestens EUR 5.000 im Vergleich der beiden Stichtage 5.5.26 und 27.5.26. Die Erhöhung muss zudem am 30.5.26 noch bestehen. Nach der erfolgreichen Qualifikation wird der Bonuszins für den dreimonatigen Zeitraum 30.5.26 bis 30.8.26 auf den Gesamtbetrag bis EUR 150.000 eingeräumt – also nicht nur auf den aufgestockten Betrag. Als Aufstockung zählen nur externe Überweisungen, nicht Umbuchungen aus Festgeldkonten oder Übertragungen zwischen Bank-of-Scotland-Konten. Überträge vom Tagesgeld in neue Festgeldanlagen bei der Bank of Scotland wertet die Bank als Auszahlungen. Auslaufende Festgelder erhöhen zwar das Tagesgeldguthaben, zählen aber nicht für den Mindestbetrag von EUR 5.000, da sie nicht das Gesamtguthaben erhöhen. Lassen sich Kunden das ehemalige Festgeldguthaben anschließend extern auszahlen, reduziert das den Nettosaldo. Vorzeitige Kontoschließung, Kündigung oder Widerruf während der Haltefrist führen zum Verlust des Bonusanspruchs. In der Bonuszinsphase bleiben Ein- und Auszahlungen ohne Einfluss auf den Bonuszins; Auszahlungen mindern aber natürlich das zu verzinsende Guthaben. Die Bonuszinsen schreibt die Bank erst zum Jahresende gut, nicht nach Aktionsende. Eine Kombination mit anderen Einlageaktionen schließt sie aus. Kunden, deren aktive Sonderverzinsung innerhalb der Phase der Qualifikation ausläuft, können sich nach dem Auslaufen über eine Aufstockung für die Bonuszinsaktion qualifizieren. Die erfolgreiche Teilnahme prüft die Bank zum Start der Bonuszinsphase und zeigt sie im Online-Banking unter "Sparen > Übersicht" an, eine zusätzliche Teilnahmebestätigung versendet sie nicht.
Festzinsanlage
- Die SWK-Bank erhöhte am 12.5.26 bei 4 bis 10 Jahren auf 2,80% (vorher 2,00%).
- Am 15.4.26 hat die Crédit Agricole Personal Finance & Mobility aus Frankreich ihre Festgeldzinsen ab der 6-monatigen Laufzeit um 0,05 bis 0,25 Prozentpunkte angehoben. Die Anhebung fiel mit einer Änderung des Markenauftritts zusammen, der das Angebot nicht verständlicher macht; wir ordnen das nachfolgend ein. Hinter dem Festgeld steht weiterhin dieselbe französische Bank, doch die übergeordnete Crédit-Agricole-Gruppe hat das Geschäft auf eine eigene Plattform gehoben, mit der neuen Marke Crédit Agricole Savings unter der Domain credit-agricole-savings.com. Auf der alten Domain steht oberhalb des Festgeldangebots ein Hinweisbalken: "Seit dem 09. April läuft Crédit Agricole Personal Finance and Mobility (CAPFM) unter dem Namen Crédit Agricole Savings. Haben Sie bereits Festgeldanlagen bei CAPFM? Selbstverständlich können Sie wie gewohnt über die CAPFM Plattform darauf zugreifen. […]" Das bisherige Angebot, bei dem die SWK Bank mit Antragspostfach in Bingen als White-Label-Dienstleister fungiert, ist derzeit noch zugänglich - laut Crédit Agricole Savings "noch für einige Wochen parallel". Die neue Plattform splittert das Festgeld in vier Varianten – kurzfristig, langfristig thesaurierend, ausschüttend und Wachstum – und ergänzt drei Tagesgeldvarianten, zwei davon mit Kündigungsfrist von 31 Tagen. Die Festgeldzinsen der vergleichbaren Angebote sind identisch, jedoch ist das Laufzeitangebot auf der neuen Plattform um die Laufzeiten 8 bis 10 Jahre erweitert. Wer auf der neuen Plattform abschließt, benötigt ein gebührenfreies "CA-Savings-Girokonto" mit französischer IBAN. Es dient ausschließlich als Drehscheibe zwischen Hausbank und Sparprodukten. Beim bisherigen Setup genügte ein externes Referenzkonto. Viele wirkt unfertig. Ein vollständiges deutsches Impressum fehlte zeitweise, eine fehlerhafte Steuerinformation räumte die Bank als Versehen ein. App und Echtzeitüberweisungen kündigt das Unternehmen erst für September 2026 an. Wegen dieser Lücken bilden wir im Vergleich auf modern-banking in den nächsten Wochen weiterhin das Angebot auf der alten Domain ab, da es dort verständlicher beschrieben ist und Festgeldabschlüsse noch angenommen werden. Der Plattformwechsel ist die erste sichtbare Etappe eines größeren Vorhabens. Mit Crédit Agricole Savings will die Crédit-Agricole-Gruppe bis 2028 europaweit zusätzlich 40 Milliarden Euro Einlagen einsammeln, davon 30 Milliarden Euro in Deutschland. Derzeit besteht in Deutschland ein Nebeneinander von fünf Einlagenmarken der Gruppe: Crédit Agricole Savings, Creditplus Bank, CA Auto Bank, CAPFM und BforBank. Im Oktober 2026 soll unter der Banklizenz der konzerneigenen Creditplus Bank zusätzlich eine "Crédit Agricole Deutschland" mit Girokonto und deutscher IBAN starten. Der Name Creditplus Bank soll dann nur noch Marke sein, im Kreditgeschäft weiterverwendet werden.
Brokerage
- Scalable Capital hob den maximal erhältlichen Rahmen des Wertpapierkredits von EUR 100.000 auf EUR 250.000 an. Sie informierte Bestandskunden am 5.5.26 per E-Mail; die Produktseite weist den neuen Betrag ebenfalls aus. Eine Anhebung läuft nicht automatisch. Scalable bietet sie an, wenn der Portfoliowert den größeren Rahmen tragen kann. Bestandskunden beantragen sie, sofern gewünscht, im Kundenbereich per Klick. Als Sicherheiten dienen Wertpapiere im Depot. Aktien, ETFs, ETCs, sonstige ETPs und Fonds beleiht Scalable je nach Wertpapier und dessen Volatilität mit bis zu 75%. Derivate, Crypto-ETPs und Guthaben berücksichtigt sie nicht als Sicherheit. Eine Voraussetzung ist der Wohnsitz in Deutschland. Bei der Kreditverwendung erlaubt sind Auszahlungen und weitere Wertpapierkäufe, nicht aber der Immobilienerwerb. Die Bonität prüft Scalable über die Creditreform Boniversum, nicht über die SCHUFA. Die Zinskonditionen sind unverändert günstig, besonders mit dem Abo "Prime+". Scalable berechnet die Kreditzinsen taggenau und belastet sie quartalsweise. Bereitstellungs- oder Kontoführungsgebühren fallen nicht an. Für Kunden mit größeren Depots bringt eine Anhebung mehr Liquidität. Zugleich steigt die Gefahr, den Wertpapierkredit als dauerhaften Hebel zu nutzen. Bei Unterdeckung müssen Kunden Geld nachschießen oder Wertpapiere verkaufen.
- ING verknüpft erstmals ein Depoteröffnungsangebot mit einem bestimmten ETF-Anbieter: Den Wunschgutschein über EUR 50,00 gibt es ausschließlich für Wertpapiersparpläne auf Amundi-ETFs. Voraussetzung für die Prämie ist die Depoteröffnung als Depot-Neukunde im Zeitraum 30.4.26 bis 15.6.26 sowie das Einrichten eines Amundi-Sparplans ab EUR 20,00 monatlich, der bis 30.9.26 dreimal ausgeführt wurde. In früheren ING-Neukundenaktionen lag die Wahl des Fondsemittenten stets beim Kunden. Die Verengung auf einen bestimmten offenbart die gemeinsame Marketingmaßnahme, bei der entsprechend Zuwendungen vom Emittenten an die Bank fließen. "Direkt-Depot Young" und "Direkt-Depot Junior" sind neben dem "Direkt-Depot" explizit beim Eröffnungsangebot in den Teilnahmebedingungen einbezogen.
Kreditkarte
- Die Hanseatic Bank wirbt mit EUR 60,00 Geldprämie für Neukunden ihrer "GoldCard". Die Hürden sind niedrig: Online-Antrag zwischen 4.5.26 und 30.6.26, mindestens drei Bezahlvorgänge und kumuliert mindestens EUR 100,00 Umsatz innerhalb von vier Wochen nach Kontoeröffnung genügen. Geldabhebungen, Überweisungen auf das Referenzkonto und Sofortgeld-Verfügungen zählen dabei nicht. Die Prämie schreibt die Hanseatic Bank, nachdem die Bedingungen erfüllt sind, innerhalb von sechs Wochen auf dem Kreditkartenkonto gut; die Karte darf zum Auszahlungszeitpunkt weder gekündigt noch storniert sein. Bemerkenswert: EUR 60,00 entsprechen fast exakt dem jährlichen Kartenpreis von EUR 58,80 der GoldCard - die Hanseatic Bank verpackt damit faktisch ein gebührenfreies erstes Jahr in eine direkte Geldprämie. In früheren Aktionen verzichtete sie schon mal schlicht auf den Kartenpreis im ersten Jahr.
- Die Consors Finanz legte bei der "Consors Finanz Mastercard" ein Eröffnungsangebot mit EUR 50,00 Geldprämie auf, es ist eine konditionsidentische Wiederauflage der Aktion von September 2025. Der Kartenantrag muss im Zeitraum 4.5.26 bis 31.5.26 online generiert werden und bis 31.7.26 sind wie gehabt fünf Kartentransaktionen über zusammen mindestens EUR 300,00 erforderlich. Als Kartentransaktionen zählen Zahlungen und - was zunächst erstaunlich scheint - auch Bargeldabhebungen. Die Bank überweist die Prämie Mitte August auf das Referenzkonto; die Karte darf zu dem Zeitpunkt nicht gekündigt sein. Als Neukunde zählt, wer keine laufende Geschäftsbeziehung zu Consors Finanz hat und in den vergangenen 24 Monaten an keiner Bonusaktion zur Consors Finanz Mastercard teilnahm. Die Karte ist beitragsfrei und ohne Auslandsentgelt. Voreingestellt ist die teure Ratenzahlung mit geringen monatlichen Teilbeträgen per Lastschrift vom Girokonto. Bei Bargeldabhebungen erhebt Consors Finanz Sollzinsen ab Buchungsdatum, selbst wenn auf Vollrückzahlung per Lastschrifteinzug umgestellt ist.
- Die easybank, eine Marke der österreichischen BAWAG-Gruppe, hat am 4.5.26 den für Neukunden erhältlichen Startbonus bei ihrer "easybank Kreditkarte" von EUR 50,00 auf EUR 60,00 angehoben. Erst zum Markenwechsel von Barclays auf easybank im vergangenen Februar war der Bonus von EUR 40,00 auf EUR 50,00 gestiegen. Mit EUR 60,00 erreicht er bei dieser Karte einen neuen Höchstwert. Die Bedingungen sind unverändert: Innerhalb von vier Wochen nach Kontoeröffnung müssen mindestens EUR 100,00 Kartenumsatz erreicht werden, zudem ist innerhalb der Vier-Wochen-Frist die Einwilligung zu Marketing-E-Mails und Push-Nachrichten zu geben, die mindestens bis zur Gutschrift bestehen bleiben muss. Obwohl die Karte beitragsfrei ist, fallen mehrere Kostenpunkte ins Gewicht. Beim Antrag ist die teure Teilzahlung voreingestellt. Wer auf Vollzahlung per Lastschrifteinzug umstellt, zahlt eine Gebühr von EUR 2,00 pro Monat. Bargeld- und Überweisungsumsätze sowie Karteneinsätze bei Glücksspiel- und Wertpapieranbietern werden außerdem auch bei Vollzahlung ab Buchungsdatum mit dem Sollzins belegt. Im Ergebnis rechnet sich das also eigentlich nur für Interessenten, die den Saldo per manueller Überweisung ausgleichen.
Ratenkredit
- Die DKB erhöhte am 7.5.26 beim "Privatkredit" in der Variante "Beantragung über www.dkb.de" zu allen angebotenen Laufzeiten auf effektiv 7,09% p. a. (vorher 6,79% p. a.). In den Varianten "Beantragung im Banking" sowie beim "Privatkredit Sofort" liegen die Konditionen mit effektiv 6,79% p. a. weiterhin um 0,30 Prozentpunkte darunter.
- Die DKB erhöhte am 7.5.26 beim "Autokredit" zu allen angebotenen Laufzeiten auf effektiv 6,79% p. a. (vorher 6,59% p. a.).
- Die SKG Bank erhöhte am 7.5.26 beim "RatenKredit" in ihrer Spanne an bonitätsabhängigen Zinsen den höchstmöglichen Satz auf effektiv 11,79% p. a. (vorher 11,59% p. a.). Die Spanne reicht damit von 5,59% bis 11,79% p. a.
- Die HypoVereinsbank senkte am 5.5.26 beim "KomfortKredit" in ihrer Spanne an bonitätsabhängigen Zinsen den bestmöglichen Satz auf effektiv 2,99% p. a. (vorher 4,49% p. a.). Den höchstmöglichen Satz beließ sie bei effektiv 9,99% p. a., sodass die Spanne nun von 2,99% bis 9,99% p. a. reicht. Es handele sich um ein nur für kurze Zeit verfügbares Aktionsangebot, bis 15.5.26 soll es gültig sein. Das repräsentative Kreditbeispiel blieb jedoch unverändert, im Effektivzins mit 7,46% p. a. eher am oberen Ende der Spanne.