Brokerage-Vergleich: Seitenhilfe

Diese Seitenhilfe erklärt den Brokerage-Vergleich Schritt für Schritt: die drei Ansichten, die Bedienung, die weiteren Filter und jedes einzelne Vergleichskriterium. Sie gilt für alle sechs Anlegerprofile, vom Kleinanleger bis zum Vieltrader. Alle Demos und Beispielzeilen zeigen Beispielwerte fiktiver Musterbroker.

Bedienelemente des Vergleichs

Die wichtigsten Bedienelemente des Vergleichs, hier zum Ausprobieren. Jedes Element arbeitet wie im echten Vergleich, gefüllt mit fiktiven Musterbrokern. Stellen Sie ein, worauf es Ihnen ankommt, und sehen Sie unmittelbar, wie sich das Ergebnis ändert.

Ansicht wählen: Tabelle, Liste oder kreative Ansicht

Den Brokerage-Vergleich gibt es in drei Ansichten. Sie wechseln zwischen ihnen über die vier Symbole am Kopf des Vergleichs: Die waagerechten Punkte stehen für die Tabelle, die senkrechten Punkte für die Liste und die Stufenkurve für die kreative Ansicht; das Fragezeichen führt zu dieser Seitenhilfe. Ihr Anlegerprofil nehmen Sie beim Wechsel mit.

Tabelle: Die Anbieter stehen nebeneinander in Spalten, jede Zeile ist ein Vergleichskriterium - ideal, um einzelne Broker Punkt für Punkt gegenüberzustellen. Liste: Alle Anbieter stehen untereinander, die Details eines Brokers blenden Sie per Klick ein. Kreative Ansicht: Jede Linie zeigt die Orderkosten eines Brokers über das Ordervolumen. Ziehen Sie den Schieberegler auf Ihr Ordervolumen: Das Ranking sortiert sich neu, und ein Hinweis nennt, ab welchem Betrag ein anderer Broker günstiger wird. Im echten Vergleich lassen sich die Kosten dort zudem aufs Jahr rechnen, mit Depotgebühren und der Zahl Ihrer Trades.

Tabellenansicht
AnbieterMusterbroker DeutschlandHansebrokerBerlin TradeRhein Invest
Bewertung3/32/32/31/3
Order für EUR 2.000EUR 4,00EUR 4,90EUR 5,90EUR 5,00
Depotpreis––0,08% p. a.–
Listenansicht
  1. #01Musterbroker DeutschlandEUR 4,003/3
  2. #02HansebrokerEUR 4,902/3
  3. #03Berlin TradeEUR 5,902/3
  4. #04Rhein InvestEUR 5,001/3
kreative Ansicht
01020301.0005.00010.000Orderkosten in EUROrdervolumen in EUR
OrdervolumenEUR 2.000

Bei EUR 2.000 ist Musterbroker Deutschland am günstigsten. Ab rund EUR 2.900 liegt Hansebroker vorn.

  1. #01Musterbroker DeutschlandEUR 4,003/3
  2. #02HansebrokerEUR 4,902/3
  3. #03Rhein InvestEUR 5,001/3
  4. #04Berlin TradeEUR 5,902/3

Anlegerprofil wählen

Über die Profil-Pills in der Einstellungsleiste wechseln Sie zwischen den sechs Anlegerprofilen: Kleinanleger, Mittlerer Anleger, Vermögensanleger, Vieltrader, Fondskäufer und ETF-Käufer. Hier in der Demo sehen Sie drei davon zum Ausprobieren. Ein Klick stellt das Profil um - und die Musterbroker ordnen sich neu: Orderpreise, Gewichtung und Sterne-Bewertung ändern sich sichtbar. Das ist der Kern des Brokerage-Vergleichs: nicht der günstigste Broker schlechthin, sondern der günstigste für Ihr Profil. Im echten Vergleich ist jedes Profil eine eigene Seite, die Sie auch als Lesezeichen speichern können.

  1. #01Rhein InvestEUR 2,503/3
  2. #02Musterbroker DeutschlandEUR 3,002/3
  3. #03HansebrokerEUR 4,902/3
  4. #04Berlin TradeEUR 5,901/3

Ordergröße eingeben

Im Panel weitere Filter steckt das Feld Ordergröße in EUR. Tippen Sie einen Betrag ein - etwa EUR 1.500 - und tippen auf berechnen: Die Orderpreis-Zeile der Musterbroker rechnet sich auf genau diese Größe um, und ein Broker überholt dabei sichtbar einen anderen. Denn wer bei kleinen Orders günstig ist, kann bei großen teuer sein und umgekehrt. So finden Sie den Broker, der zu Ihrer typischen Ordergröße passt.

Beispiel: Orderpreise für eine Order über EUR 3.000

  1. #01HansebrokerEUR 4,902/3
  2. #02Musterbroker DeutschlandEUR 5,003/3
  3. #03Berlin TradeEUR 5,902/3
  4. #04Rhein InvestEUR 7,501/3

Ergebnis sortieren

Drei Sortier-Buttons ordnen die Musterbroker um: nach Anbietername, nach Bewertung und nach Orderpreis für EUR 1.000. Ein erneuter Klick dreht die Richtung. Voreingestellt ist die Bewertung, absteigend - der am besten bewertete Broker steht oben. Am Orderpreis-Button deutet ein kleiner Pfeil an, dass Sie die zugrunde gelegte Ordergröße wählen können. Weil Name, Preis und Bewertung hier bewusst nicht dieselbe Reihenfolge ergeben, sehen Sie bei jedem Wechsel, wie sich die Liste neu sortiert.

  1. #01Musterbroker DeutschlandEUR 3,003/3
  2. #02HansebrokerEUR 4,902/3
  3. #03Berlin TradeEUR 5,902/3
  4. #04Rhein InvestEUR 2,501/3

weitere Filter öffnen

Am rechten Ende der Einstellungsleiste sitzt der unscheinbare Button mit dem Schieberegler-Symbol. Ein Klick öffnet den Bereich weitere Filter. Haken Sie dort einen Filter an - etwa nur Depots mit Neukundenaktion -, schrumpft die Trefferzahl der Musterbroker sichtbar. Hinter dem kleinen Button stecken also die Identifikationsverfahren, die Eingrenzungsfilter und das Ordergrößen-Feld - im Detail erklärt sie der Abschnitt weitere Filter.

durch die Anbieter blättern

Die Tabelle zeigt fünf Anbieter je Seite; die Anzeige Anbieter 1–5 von 6 oberhalb sagt Ihnen, welchen Ausschnitt Sie gerade sehen. Über die Pfeil-Buttons blättern Sie zum sechsten Anbieter, auf dem Smartphone wischen Sie seitlich durch die Spalten. Der sechste Broker fehlt also nicht - er steckt hinter dem Pager. Die Listenansicht zeigt alle Anbieter untereinander.

Info-Symbol und Bewertung

Ist ein Anbieter- oder Produktname zu lang für die Grafik, blendet ein Tippen auf das Info-Symbol ⓘ am Anbieter-Logo den vollständigen Namen ein; dasselbe gilt für das beim Scrollen verkürzte Label im Sticky-Kopf. Die Kriterien-Labels der linken Spalte stehen dagegen bereits ausgeschrieben da. Daneben sehen Sie die Bewertung als X/3: Die Redaktion vergibt höchstens drei Sterne - und zwar je Anlegerprofil. Ein Broker kann für das eine Profil top und für ein anderes nur durchschnittlich sein.

Hansebroker2/3

Über das ⓘ-Symbol am Anbieter-Logo und im beim Scrollen verkürzten Sticky-Kopf blenden Sie den vollständigen Anbieter- bzw. Produktnamen ein (Beispielwert).

Die Sterne-Bewertung (bis 3) gilt je Anlegerprofil - dieselbe Bank kann für ein anderes Profil anders bewertet sein.

Kriterien-Gruppen zuklappen

Die Vergleichskriterien sind in fünf Gruppen gegliedert - Depotverwaltung, Orderpreise für Xetra Frankfurt, ETFs/Fonds, Service und Depoteröffnung. Ein Klick auf einen Gruppentitel klappt die Gruppe zu oder auf; der Pfeil dreht sich mit. So blenden Sie aus, was Sie gerade nicht interessiert. Der Vergleich merkt sich Ihre Wahl für die Dauer des Besuchs.

hoher Kontrast (Hell-Modus)

Über den Umschalter mit dem Halbkreis-Symbol ◐ oben rechts wechseln Sie zwischen der dunklen Standard-Darstellung und einem hellen Modus mit hohem Kontrast - im Vergleich wie auf dieser Seitenhilfe. Die Musterbroker-Karte hier zeigt den Wechsel im Wechsel. Ihre Wahl bleibt für den Besuch gespeichert, bis Sie erneut umschalten.

Alle Demos nutzen fiktive Musterbroker (Hansebroker, Rhein Invest, Berlin Trade, Musterbroker Deutschland) mit Beispielwerten und dienen nur der Veranschaulichung der Bedienung.

weitere Filter

Über den Button mit dem Schieberegler-Symbol am rechten Ende der Einstellungsleiste öffnen Sie den Bereich weitere Filter. Hier wählen Sie die Identifikationsverfahren, grenzen den Vergleich auf passende Depots ein und geben Ihre individuelle Ordergröße vor. Das Anlegerprofil selbst wählen Sie über die Pills darüber.

Anlegerprofile

Der Vergleich unterscheidet sechs Anlegerprofile. Sie sitzen als Pills in der Einstellungsleiste über dem Vergleich; jedes Profil ist eine eigene, als Lesezeichen speicherbare Seite, und die Umschaltung erfolgt per Klick. Das gewählte Profil bestimmt die typische Ordergröße, die Gewichtung der Kriterien und die Sterne-Bewertung; seine Beschreibung steht direkt unter den Pills. Was die sechs unterscheidet:

Kleinanleger: Depotvolumen um EUR 10.000, Orders von EUR 1.000 bis EUR 2.000, bis zu acht Trades im Jahr; wichtig sind eine günstige Depotverwaltung und ein transparentes Gebührenmodell.
Mittlerer Anleger: Depotvolumen um EUR 40.000, Orders von EUR 2.000 bis EUR 5.000, rund 20 Trades im Jahr; Schwerpunkt Aktien, Anleihen und ETFs, gemanagte Fonds beigemischt.
Vermögensanleger: Depotvolumen um EUR 200.000, Orders von EUR 8.000 bis EUR 10.000, rund 20 Trades im Jahr; neben Aktien und Anleihen auch Derivate, Service und ein umfassendes Leistungsangebot zählen viel.
Vieltrader: mehr als 50 Trades im Jahr; gefragt sind günstige Orderpreise, kostenlose Limits, Auslandsbörsen, Intradayhandel und kostenlose Realtimekurse.
Fondskäufer: Depot vor allem für gemanagte Fonds und Fonds-Sparpläne, oft als Zweitdepot, ab rund EUR 15.000; wichtig ist ein großes Angebot an rabattierten Fonds.
ETF-Käufer: Depot vor allem für ETFs und ETF-Sparpläne; es zählen die Orderpreise für Einmalanlagen und Sparpläne, die Zahl sparplanfähiger ETFs und ETF-Aktionen.

Identifikationsverfahren

Ganz oben im Panel stehen die drei Identifikationsverfahren PostIdent, VideoIdent und eID - zu Beginn sind alle angehakt. Nehmen Sie ein Verfahren heraus, das für Sie nicht infrage kommt, zeigt der Vergleich nur noch Depots, die sich über mindestens eines der angehakten Verfahren eröffnen lassen. Was hinter den Verfahren steckt, erläutern die Kriterien PostIdent/VideoIdent und Ident per eID-Funktion des Personalausweises.

Die Filter im Panel

Unter der Überschrift Ergebnisse eingrenzen - mit dem Hinweis Diese Filter zeigen nur Depots, die das jeweilige Kriterium erfüllen - schalten Sie drei Filter zu: nur Depots, die als Gemeinschaftsdepot möglich sind, nur Depots, die für Minderjährige erhältlich sind, sowie nur Depots mit Neukundenaktion. Alle drei sind zunächst nicht gesetzt. Gemeinschaftsdepot und Minderjährige schließen sich gegenseitig aus: Setzen Sie den einen Haken, entfällt der andere. Darunter steht unter individuelle Ordergröße das Eingabefeld Ordergröße in EUR (Platzhalter z. B. 1.500) mit dem Button berechnen: Damit rechnet der Vergleich die Orderpreise jedes Anbieters auf genau Ihren Wunschbetrag um - dieselbe Mechanik wie in der Ordergrößen-Demo und bei der Staffel-Karte im Kriterien-Abschnitt.

Vergleichskriterien im Detail

Hier wird jede Zeile des Vergleichs erklärt. Links sehen Sie die Beispielwerte des fiktiven Musterbrokers Deutschland in der gewohnten Tabellen-Optik, rechts die Erläuterung; die Reihenfolge entspricht exakt dem Vergleich.

Kopfbereich

In einem Depot verwahrt und verwaltet ein Kreditinstitut Ihre Wertpapiere - heute nicht mehr gegenständlich, sondern als Eintrag über Ihr Eigentum an den Papieren. Bei Direktbrokern handeln Sie zu deutlich günstigeren Konditionen als im beratenen Filialgeschäft, wo oft rund ein Prozent der Ordersumme fällig wird: Wer sich selbst informiert, verzichtet auf die Beratung und spart. Das Leistungsangebot ist dabei umfassend - von News, Charts und Watchlists bis zu Fonds mit reduzierten Ausgabeaufschlägen.

Überlegen Sie vor dem Vergleich, worauf es Ihnen ankommt. Wählen Sie zuerst Ihr Anlegerprofil, dann schauen Sie auf Ihre eigenen Kostentreiber: Beim einen sind das die Orderpreise, beim anderen der Depotpreis, beim Sparer die Sparplan-Konditionen. Ein Broker, der in allem vorn liegt, ist selten - die folgenden Kriterien helfen, den für Ihr Profil passenden zu finden.

Anbieter

Ein Klick auf die Anbietergrafik ruft die vollständige Anbieterinformation auf: Anschrift, Kontaktdaten, Gruppen- oder Gesellschafterstruktur und die Angaben zur Einlagensicherung. Darunter steht der Produktname, also die Bezeichnung, die der Online-Broker für sein Depot verwendet, ohne den Anbieternamen als Zusatz. Ist die Anzeige gekürzt, zeigt das kleine Info-Symbol den vollständigen Anbieter- und Produktnamen.

Depotverwaltung

jährlicher Depotpreis in % vom Depotvolumen (inkl. MwSt.)

Häufig berechnet der Broker die Depotgebühr als Prozentsatz vom Depotvolumen; dabei gelten oft Mindestgebühren je Wertpapierposition oder für das gesamte Depot. Für die Depotführung fällt Mehrwertsteuer an - die angegebenen Preise sind die Endpreise für den Verbraucher, also inklusive Mehrwertsteuer. Viele Online-Broker führen das Depot allerdings kostenlos; dann steht im Vergleich ein Strich.

Leistungspauschale p. a.

Legt der Broker die Depotgebühr nicht prozentual fest, kann er stattdessen eine pauschale Vergütung wählen. In dieser Position rechnen wir auch anfallende Kontoführungsgebühren ein, damit die laufenden Fixkosten des Depots auf einen Blick vergleichbar sind.

Verzinsung Verrechnungskonto

Über das Verrechnungskonto werden Ihre Wertpapiergeschäfte abgewickelt - Gutschriften und Belastungen aus Käufen und Verkäufen. Es wird in enger Verbindung mit dem Depot geführt. Weil man nicht immer voll investiert ist und gern Geld für günstige Kaufgelegenheiten bereithält, ist der Guthabenzins auf diesem Konto durchaus interessant; die Spanne reicht von einer sehr bescheidenen Verzinsung bis hin zu den besten Tagesgeldzinsen. Manche Anbieter verwahren das Guthaben auf Treuhandsammelkonten bei Partnerbanken - auch das steht dann in dieser Zeile. Zum Verrechnungskonto legen Sie außerdem ein Referenzkonto fest: ein auf Ihren Namen lautendes Girokonto bei einer beliebigen Bank, über das Ein- und Rücküberweisungen laufen. Dass Rücküberweisungen nur auf dieses eine Konto möglich sind, dient der Sicherheit; eine Änderung erfordert in der Regel einen gesonderten Auftrag.

Kontoauszug

Je nach Anbieter werden die Auszüge des Verrechnungskontos monatlich, quartalsweise, jährlich oder bei Kontobewegung erstellt. Zunehmend werden sie in ein Online-Postfach eingestellt, das Sie über das Online-Banking erreichen. Bestehen Sie weiter auf Postversand oder rufen Sie einen Auszug nicht fristgerecht ab, können Portogebühren anfallen. Ist der Postversand für Sie ohnehin kostenlos, nennen wir ein zusätzliches Online-Postfach hier nicht.

Orderpreise für Xetra Frankfurt

Order für EUR 1.000 bis EUR 10.000

Die Ordergebühren sind der wichtigste Kostenfaktor. Der gesamte Orderbereich bezieht sich auf Online-Transaktionen über Xetra Frankfurt: Diese elektronische Handelsplattform der Börse Frankfurt dominiert den Handel in Deutschland, Regionalbörsen wie Stuttgart oder München erreichen nur einen Bruchteil ihres Umsatzes - eine Order über Xetra wird deshalb in aller Regel zu fairen Kursen ausgeführt. Zu den sechs Anlegerprofilen zeigen wir die Kosten für jeweils typische Ordergrößen - von EUR 1.000 bis EUR 10.000. Im Panel weitere Filter können Sie über das Feld Ordergröße in EUR jeden beliebigen Betrag vorgeben; die Orderpreis-Zeile rechnet sich dann darauf um.

Die Kosten einer Wertpapierorder setzen sich aus den Gebühren des Brokers und von Dritten berechneten Auslagen zusammen: Zu den eigenen Gebühren kommen Börsenentgelte, an den Parkettbörsen auch Maklercourtage und Schlussnotengebühren, dazu je nach Modell Mindest- oder Höchstprovisionen sowie mögliche Zusatzentgelte für Limits, Teilausführungen oder die Eintragung von Namensaktien ins Aktienregister. Beachten Sie: An anderen Börsen oder bei telefonischer Orderaufgabe wird meist anders und teurer gerechnet.

Gebührberechnung

Hier steht, über welchen Rechenweg der Broker die Orderkosten ermittelt. Häufig entstehen zusätzlich fremde Kosten, die die Broker ganz oder teilweise durchreichen oder über eine pauschale Handelsplatzgebühr abgelten. Reicht ein Broker fremde Kosten unter Ansatz von Mindestgebühren weiter, ist die Belastung durch Fremdspesen nicht bei allen gleich und kann sich von Broker zu Broker stark unterscheiden. Für andere Börsen, telefonische Aufträge, Handelsplätze wie gettex, Tradegate oder Lang & Schwarz sowie den außerbörslichen Handel gelten oft abweichende Preise. Neobroker, die Orders nur über einen oder zwei Partner-Handelsplätze ausführen, stellen wir im separaten Neobroker-Vergleich gegenüber.

Limitgebühr

Mit einer Limitorder legen Sie beim Kauf die Preisobergrenze und beim Verkauf den Mindestkurs fest: Der maximale beziehungsweise minimale Ausführungspreis ist garantiert - nicht jedoch, dass die Order überhaupt ausgeführt wird. Für das Setzen eines solchen Limits verlangen manche Broker eine Gebühr, andere nicht. Häufig wird differenziert: Das Einrichten ist frei, eine Änderung oder Löschung kostet; oder ein Limit ist nur bei taggleicher Ausführung kostenfrei. Der Vergleich zeigt, wie der jeweilige Broker das handhabt.

Mehrkosten bei taggleicher Teilausführung

Wird ein Auftrag an der Börse wegen enger Marktverhältnisse nicht auf einmal, sondern in mehreren Teilen ausgeführt, können in Summe höhere Kosten anfallen als im Normalfall - Ursache sind vor allem Grundpreis, Preisstufen, Mindestprovision und Handelsplatzgebühr. Die meisten Broker verzichten inzwischen bei taggleicher Ausführung auf Mehrfachgebühren: Sie addieren das Volumen der Teilausführungen und rechnen darauf einen Orderpreis. Andere rechnen die erste Teilausführung voll ab und danach nur noch die prozentuale Gebühr, wodurch dennoch geringe Mehrkosten entstehen können. Fallen Teilausführungen auf verschiedene Tage, wird in der Regel jede voll berechnet.

ETFs/Fonds

Anzahl der als Sparplan verfügbaren ETFs

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds; sie bilden meist einen Börsenindex nach und kommen ohne aktives Management aus, was sie kostengünstig macht. Als Einmalanlage sind sie bei jedem Broker zu den gewöhnlichen Orderpreisen beziehbar - wie Aktien und Anleihen. Wollen Sie hingegen per Sparplan investieren, ist die Auswahl kleiner: Maßgeblich ist, wie viele sparplanfähige ETFs der jeweilige Broker anbietet. ETF-Sparpläne haben inzwischen die meisten Broker im Programm, Sparpläne auf Aktien oder Zertifikate dagegen nicht alle. Im Sparplan lassen sich ETF-Anteile auch in Bruchstücken kaufen, weil der Broker die Nachfrage bündelt und eine Sammelorder aufgibt.

Gebührberechnung bei ETF-Sparplanausführung

Für die kleinen Beträge eines Sparplans räumen die Broker eigene Preise ein, sonst stünden unverhältnismäßig hohe Kaufkosten dagegen. Je nach Anbieter besteht der Preis je Ausführung aus einem festen Eurobetrag, einer prozentualen Gebühr der Sparrate oder einer Kombination aus beidem - teils nach oben oder unten begrenzt. Rechnen Sie bei kleinen Raten nach: Kostet die Ausführung etwa EUR 2,50 plus 0,40% vom Kurswert, gehen bei einer Rate von EUR 50,00 rund 5,4% an Gebühren ab. Auch bei gebührenfreien Sparplänen lohnt der Blick auf den Ausführungskurs, denn ein breiterer Spread kann einen Teil der Kosten enthalten. Beim späteren Verkauf der angesparten Anteile fällt der gewöhnliche Orderpreis an.

Ausführungsort bei ETF-Sparplan

Hier sehen Sie, an welchem Handelsplatz und zu welcher ungefähren Uhrzeit der Broker die Kaufaufträge aus ETF-Sparplänen ausführt. Beides wirkt sich auf den Kaufkurs aus und damit indirekt auf die Kosten, die sich über die Jahre aufsummieren. Ideal ist ein Handelsplatz mit viel Volumen im betreffenden ETF, denn dann ist der Spread - die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs - gering; bei den meisten ETFs trifft das auf Xetra Frankfurt zu. Ungünstig ist eine Ausführung zu Zeiten, in denen Xetra noch geschlossen ist, weil dann eine wichtige Referenz für den Kurs fehlt. Bei einem ETF auf einen US-Index ist zudem das Zeitfenster von Vorteil, in dem die US-Börsen geöffnet haben (etwa 15:30 bis 22:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit), weil dann der meiste Handel stattfindet.

ETF-Aktionskonditionen

ETF-Aktionen werden meist von den ETF-Anbietern finanziert oder bezuschusst und können für Sie sehr attraktiv sein: Bestimmte oder alle ETFs eines Anbieters lassen sich dann günstiger oder sogar kostenfrei kaufen - je nach Aktion nur als Einmalanlage oder Sparplan, teils nur über einen bestimmten Handelsplatz oder für bestimmte Ordergrößen. Verkäufe sind in der Regel zum Normalpreis kostenpflichtig. Prüfen Sie vor der Nutzung, ob die Konditionen tatsächlich für Ihren Wunsch-ETF gelten (meist gibt es dazu eine Fondsliste), und sehen Sie bei unbefristeten Aktionen ab und zu nach, ob sie noch gilt - Broker nehmen einzelne ETFs auch wieder heraus. Steigen die Kaufkosten, bietet sich womöglich ein anderer ETF auf denselben Index an.

Anzahl der über Fondsgesellschaften beziehbaren gemanagten Fonds

Diese Angabe zeigt, wie viele aktiv gemanagte Investmentfonds Sie beim Broker direkt über die Kapitalanlagegesellschaften beziehen können. Diese ermitteln den Fondswert in der Regel einmal täglich; beim Kauf fällt ein Ausgabeaufschlag an, die Rücknahme über die Gesellschaft ist dagegen gebührenfrei. Wer sich ohne Beratung selbst informiert, spart bei den Direktbrokern oft einen erheblichen Teil des Ausgabeaufschlags - bei einer größeren Anlagesumme summiert sich das schnell auf mehrere hundert Euro. Welche Fonds verfügbar sind, hängt davon ab, mit welchen Gesellschaften der Broker Vertriebsvereinbarungen hat; alternativ lassen sich Fonds auch über die Börse oder außerbörslich handeln.

davon rabattiert bei Einmalanlage

Bei der Einmalanlage in gemanagte Fonds sparen informierte Anleger ohne Beratung einen Teil des Ausgabeaufschlags. Diese Position zeigt, für wie viele Fonds der Broker einen solchen Rabatt gewährt. Wie hoch er beim einzelnen Fonds ausfällt, lässt sich meist über eine Fondsdatenbank auf der Website des Brokers abrufen.

Anzahl der als Sparplan verfügbaren gemanagten Fonds

Ein Sparplan lässt sich meist nur für einen Teil der insgesamt verfügbaren Fonds einrichten; diese Angabe nennt deren Zahl. Ein zusätzliches Depot brauchen Sie dafür in der Regel nicht: Der Sparplan läuft im selben Depot wie Ihre übrigen Wertpapiere. Die Ausführung eines Fonds-Sparplans erfolgt in der Regel ohne Orderentgelt, da der Kauf direkt über die Kapitalanlagegesellschaft läuft. Beim Ausgabeaufschlag unterscheiden sich die Broker: Manche gewähren den Rabatt auch im Sparplan, andere nur bei der Einmalanlage, wieder andere in abweichender Höhe. Welche Fonds sparplanfähig sind, zeigt meist die Fondsdatenbank des Brokers.

Orderintervall bei Sparplänen

Diese Angabe zeigt, in welchem Rhythmus sich die Sparplan-Ausführung einrichten lässt - etwa monatlich, zweimonatlich oder quartalsweise, bei manchen Brokern auch wöchentlich oder mit wählbarem Ausführungstag. Wertpapiersparpläne lassen viel Spielraum: Rate und Intervall können Sie kurzfristig ändern, die Ausführung aussetzen oder das Angesparte jederzeit verkaufen. Ein durchgehaltener Sparplan über einen festen Betrag erzeugt zudem einen Cost-Average-Effekt: Weil bei niedrigen Kursen mehr und bei hohen Kursen weniger Anteile gekauft werden, bildet sich ein Durchschnittspreis, und das Risiko, zum falschen Zeitpunkt einzusteigen, sinkt gegenüber der Einmalanlage.

Mindestsparrate bei Sparplänen

Hier steht, welchen Mindestbetrag der Broker je Sparrate verlangt. Wollen Sie mit sehr kleinen Beträgen sparen, ist ein größeres Orderintervall womöglich der Weg, die Mindestsparrate zu erreichen. Zu den Wertpapiersparplänen zählen Sparpläne auf gemanagte Fonds, ETFs, Aktien und Zertifikate.

Service

ausländische Börsenplätze

Den Handel an US-Börsen bieten inzwischen alle großen Broker an; wie viele Auslandsbörsenplätze darüber hinaus erreichbar sind, unterscheidet sich jedoch - der Vergleich nennt ihre Zahl. Viele ausländische Wertpapiere lassen sich aber auch über die Börsenplätze in Deutschland zu deutlich günstigeren Spesen handeln - ein Blick auf den heimischen Handelsplatz lohnt sich also, bevor Sie eine teurere Auslandsorder aufgeben.

Intradayhandel

Intradayhandel bezeichnet den Kauf und Verkauf einer Wertpapierposition am selben Tag. Diese Angabe zeigt, ob der Broker das ermöglicht.

kostenlose Realtimekurse

Viele Kursanzeigen für Privatkunden sind rund 15 Minuten verzögert. Realtimekurse - Kurse ohne Verzögerung - sind fairer und transparenter, denn nur damit haben Sie beim Setzen von Limits denselben Informationsstand wie andere Marktteilnehmer. Stellt Ihr Broker bei der Ordererteilung aus Kostengründen keine Realtimekurse bereit, sollten Sie sich an anderen Quellen orientieren; die Börsen veröffentlichen die wichtigsten Kurse teils selbst.

Neuemissionschancen über Konsortialbank

Börsengänge begleiten sogenannte Konsortialbanken: Sie übernehmen den Vertrieb der neuen Aktien, und bei der Zuteilung kommen nur Kunden der Konsortialbanken und ihrer verbundenen Unternehmen zum Zug. Online-Broker ermöglichen die Zeichnung von Neuemissionen meist über ihre Muttergesellschaft. Einige Banken begleiten regelmäßig viele der größeren Börsengänge - ihre Töchter und Marken haben deshalb bessere Chancen auf eine Zuteilung. Der Vergleich bewertet diese Chance, etwa mit mittel oder gut, und nennt die Bank, mit der der Broker zusammenarbeitet.

TAN-Verfahren

Für sichere Online-Transaktionen setzen die Broker TAN-Verfahren ein: Jeder Auftrag wird mit einer nur einmal gültigen Transaktionsnummer freigegeben - quasi die digitale Unterschrift für die einzelne Order. Verbreitet sind heute App-basierte Verfahren, bei denen Sie die Freigabe in einer gesonderten Sicherheits-App erteilen, sowie Verfahren mit QR- oder Grafik-Code; manche Broker binden das Smartphone selbst als Sicherheitsmerkmal ein. Welches Verfahren angeboten wird, entscheidet mit über den Alltagskomfort. Wie die Verfahren im Einzelnen funktionieren, beschreiben wir im Artikel zum Thema Sicherheit.

Wertpapierhandel per App

Aufträge lassen sich bei den meisten Brokern über das Internet und per Telefon erteilen - für telefonische Wertpapieraufträge werden allerdings oft höhere Gebühren berechnet. Zusätzlich stellen viele Broker eine App für Smartphone und Tablet bereit, mit der Sie Depotbestände abfragen, Kurse verfolgen und Orders aufgeben. Wir führen eine App im Vergleich nur auf, wenn sie auch das Ordern unterstützt und sich nicht auf Kursinfos und Depoteinsicht beschränkt. Die Angabe bezieht sich auf die verbreiteten Betriebssysteme iOS (Apple) und Android.

Erfahrungsberichte von Bankkunden

Über diese Zeile gelangen Sie zu den Erfahrungsberichten anderer Kunden zum jeweiligen Broker. Ein Klick auf das Sprechblasen-Symbol öffnet die gesammelten Berichte, in denen Kunden von Depoteröffnung, Orderausführung, Service und Depotübertrag erzählen. So gewinnen Sie neben den harten Konditionen ein Bild davon, wie zuverlässig ein Broker im Alltag arbeitet. Einzelne Berichte sind subjektiv, und unzufriedene Kunden äußern sich häufiger als zufriedene; für ein ausgewogenes Bild lohnt der Blick auf mehrere Stimmen. Alle Berichte zum Brokerage finden Sie auch in der Übersicht der Erfahrungsberichte. Wenn Sie selbst einen Erfahrungsbericht schreiben möchten, können Sie ihn über das Webformular einreichen.

Depoteröffnung

Gemeinschaftsdepot

Ob sich das Depot zu zweit als Gemeinschaftsdepot führen lässt, sehen Sie hier - Partner richten nicht selten ein gemeinsames Depot ein. Online lassen sich die Daten eines zweiten Inhabers meist im Antrag über ein Kästchen eintragen; ist das nicht vorgesehen, stellt der Anbieter gesonderte Unterlagen bereit oder Sie fordern sie über den Support an. Manche Broker knüpfen das Gemeinschaftsdepot an Bedingungen, etwa einen gemeinsamen Wohnsitz; gerade junge Broker verzichten anfangs häufig ganz darauf. Über die weiteren Filter blenden Sie gezielt nur Depots ein, die als Gemeinschaftsdepot möglich sind.

Minderjährige

Einige Broker eröffnen Depots auch für Jugendliche unter 18 Jahren. Zur Eröffnung sind dann die Unterschriften und die Legitimation der Erziehungsberechtigten nötig; sie haben bis zur Volljährigkeit des Kindes die alleinige Verfügungsgewalt über das Depot. Der Gesetzgeber schützt das Vermögen Minderjähriger: Riskante Geschäfte sind nicht erlaubt, der Handel mit Optionsscheinen und ein Effektenkredit daher ausgeschlossen. Erst mit der Volljährigkeit entscheidet das Kind selbst über das Depot. Über die weiteren Filter zeigen Sie gezielt nur Depots, die für Minderjährige erhältlich sind.

PostIdent/VideoIdent

Ein Depot eröffnen Sie über die Website des Anbieters: Sie erfassen Ihre Daten online; oft lassen sich die Unterlagen alternativ per Post anfordern. Anschließend folgt die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung. Der Vergleich zeigt hier, ob PostIdent und VideoIdent angeboten werden - links vom Schrägstrich PostIdent, rechts VideoIdent. Beim PostIdent legen Sie in einer Postfiliale Ausweis und Coupon vor; ein Mitarbeiter bestätigt Ihre Identität gegenüber der Bank - kostenfrei, aber an die Öffnungszeiten gebunden. Müssen Unterlagen zusätzlich per Post zur Bank, ist das Porto dafür seit September 2020 nicht mehr im PostIdent enthalten. VideoIdent läuft ortsunabhängig per Videotelefonat über Smartphone, Tablet oder PC: Ein geschulter Mitarbeiter prüft Ihr Ausweisdokument, gleicht Ihr Gesicht mit dem Ausweisfoto ab, zum Abschluss geben Sie eine per SMS oder E-Mail zugesandte TAN ein. Der Vorgang dauert meist fünf bis zehn Minuten und ist häufig papierlos; nötig sind eine stabile Internetverbindung und eine brauchbare Kamera. Einige Broker ermöglichen alternativ eine Identifizierung per App mit Ausweisfoto und Selfie. Über die weiteren Filter wählen Sie, welche Verfahren für Sie infrage kommen.

Ident per eID-Funktion des Personalausweises

Neben PostIdent und VideoIdent bieten immer mehr Broker die Identifizierung per Online-Ausweisfunktion (eID) des Personalausweises an; diese Zeile zeigt, ob das Verfahren beim jeweiligen Depot möglich ist. Alle gültigen deutschen Personalausweise im Scheckkartenformat tragen inzwischen einen eID-Chip; bei Ausweisen ab Mitte 2017 ist die Online-Ausweisfunktion von Anfang an eingeschaltet, bei älteren muss sie gegebenenfalls erst aktiviert werden. Ein eigenes Lesegerät ist nicht mehr nötig: Ein NFC-fähiges Smartphone und die App des jeweiligen Identifizierungsdienstes - etwa die PostIdent-App der Deutschen Post - genügen. Nach Aufforderung halten Sie den Ausweis an das Smartphone und geben Ihre selbst gewählte sechsstellige Ausweis-PIN ein. Der Weg ist schnell und ortsunabhängig, ohne Wartezeit am Postschalter oder auf einen freien Mitarbeiter.

Neukundenaktion

Ein Geschenk-Symbol zeigt an, dass es derzeit eine Neukundenaktion zur Eröffnung des jeweiligen Depots gibt; ein Klick öffnet die von uns aufbereiteten Informationen. Die oft umfangreichen Teilnahmebedingungen fassen wir verständlich zusammen und weisen auf kritische Punkte hin. Wer als Neukunde gilt, ist je nach Anbieter unterschiedlich definiert - teils erlangt man den Status schon sechs oder zwölf Monate nach einer Depotkündigung zurück. Maßgeblich sind allein die Bedingungen auf der Aktionsseite des Anbieters, und die können sich ändern; fertigen Sie zum Zeitpunkt des Abschlusses am besten einen Screenshot an. Über die weiteren Filter zeigen Sie nur Depots mit laufender Neukundenaktion.

Zum Anbieter

Der Button führt Sie direkt zum Anbieter: Dessen Website öffnet sich in einem neuen Browserfenster, sodass der Vergleich geöffnet bleibt.

zum Anbieter

Ranking und Aktualität

So entsteht die Reihenfolge im Vergleich, so aktuell sind die Daten, und das steckt hinter der Auswahl der berücksichtigten Anbieter.

In der Voreinstellung sortiert der Vergleich nach der Bewertung, absteigend: Der von der Redaktion am besten bewertete Broker steht oben. Die Bewertung wird als X/3 angegeben, mit höchstens drei Sternen, und gilt jeweils für das eingestellte Anlegerprofil - ein Broker kann für das eine Profil top und für ein anderes nur durchschnittlich sein. Über die Sortier-Buttons ändern Sie die Reihenfolge, etwa nach Anbietername oder nach Orderpreis.

Die Tabelle zeigt fünf Anbieter je Seite; die Anzeige oberhalb, etwa Anbieter 1–5, nennt den Ausschnitt, über die Pfeile blättern Sie zu den übrigen Anbietern. Die Listenansicht zeigt alle Broker untereinander. Unterhalb der Übersicht stehen Datum und Uhrzeit des letzten Aktualisierungslaufs; er bezieht sich auf den gesamten Brokerage-Vergleich, dessen Konditionen wir automatisiert auf Änderungen prüfen. Welche Rankingkriterien wir ansetzen und welche Anbieter berücksichtigt werden, können Sie im Detail nachlesen.

Grundlage ist die Ausrichtung auf Direktbanken und Online-Broker sowie auf Anbieter, die ihre Produkte bundesweit über das Internet anbieten und den Abschluss per PostIdent, VideoIdent oder eID ermöglichen. Ist ein Anbieter nicht aufgeführt, erfüllt er meist diese Kriterien nicht.

Neobroker im eigenen Vergleich: Neobroker verlangen kein oder nur ein geringes Orderentgelt, führen Orders aber meist nur über einen oder zwei Partner-Handelsplätze aus und bieten Xetra Frankfurt oft gar nicht an. Weil unser Brokerage-Vergleich auf die Preise für Xetra Frankfurt abstellt, stellen wir sie in einer separaten Vergleichsübersicht gegenüber - mit Handelsplätzen, Kosten, verfügbaren Wertpapieren und Mindestordervolumen: zum Neobroker-Vergleich. Gerade für kleine Ordergrößen kann ein Neobroker die günstigere Wahl sein.

zuletzt aktualisiert am 29.10.26 um 8:40 Uhr

Häufige Fragen

Fragen, die kein einzelnes Vergleichskriterium betreffen: rund ums Üben, um Orderkosten, Handel, Steuern, Sicherheit und die Prozesse beim Depot.

Grundlagen & Üben

Was ist ein Musterdepot?

Ein Musterdepot ist ein virtuelles Depot ohne echtes Geld. Es ist ideal, um sich mit der Börse vertraut zu machen und bestimmte Wertpapiere zu beobachten. Auch Nichtkunden können bei vielen Anbietern kostenlos ein Musterdepot einrichten.

Order & Kosten

Was ist die Maklercourtage?

Die Maklercourtage ist eine Gebühr, die der Makler für die Vermittlung von Angebot und Nachfrage erhält. Ihre Höhe hängt von der Ordergröße und dem gehandelten Wertpapier ab; angegeben wird sie in Promille des Kurswertes (bei Aktien, Fonds sowie Anlage- und Hebelprodukten) beziehungsweise des Nennwertes (bei manchen festverzinslichen Wertpapieren). Sie fällt an den deutschen Parkettbörsen an, nicht jedoch im elektronischen Handel über Xetra Frankfurt.

Was ist die Börsenplatzgebühr?

Neben der Maklercourtage berechnen einige Broker börsenplatzabhängige Entgelte - je nachdem, über welchen Handelsplatz Sie ordern. Solche Entgelte werden meist als kleiner Prozentsatz des Ordervolumens mit einem Mindestbetrag angesetzt und unterscheiden sich von Börse zu Börse; über Xetra Frankfurt fallen sie oft niedriger aus als an den Regionalbörsen. Die konkrete Höhe nennt der Broker in seinem Preisverzeichnis.

Wo können Fonds preisgünstig erworben werden?

Neben dem Kauf über den Broker zum rabattierten Ausgabeaufschlag lassen sich viele Investmentfonds auch über die Börse handeln, etwa an den Börsenplätzen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg-Hannover, München und Stuttgart. Während der Handelszeit werden laufend Kurse gestellt, ein Ausgabeaufschlag fällt nicht an. Die Order funktioniert wie bei Aktien, mit Limit und Befristung. Je nach Anlagesumme, Spanne zwischen Geld- und Briefkurs und Gebührenmodell des Brokers kann der Kauf über die Börse deutlich günstiger sein.

Handel

Wozu dient ein Fremdwährungskonto beim Broker?

Nötig ist es nicht: Jeder Online-Broker rechnet in Fremdwährung gehandelte Wertpapiere in Euro ab. Wer viel mit Wertpapieren einer bestimmten Währung handelt, etwa in US-Dollar, kann Käufe, Verkäufe und Dividenden aber direkt über ein Verrechnungskonto in dieser Währung abwickeln und so die Kosten für den Währungstausch gering halten. Wie viele Währungen ein Broker anbietet, ist sehr unterschiedlich. Bedenken Sie das Wechselkursrisiko: Schwankt der Kurs, kann das Guthaben beim späteren Rücktausch in Euro an Wert verlieren.

Steuern

Wie werden die Kapitalerträge besteuert?

Kursgewinne, Dividenden und Zinsen unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer von 25%, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5% auf die Steuer) und - bei Zugehörigkeit zu einer kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaft - Kirchensteuer. Inländische Broker behalten die Steuer automatisch ein und führen sie an das Finanzamt ab. Verluste verrechnen sie über Verlustverrechnungstöpfe mit Gewinnen desselben Jahres und tragen einen Rest ins Folgejahr vor; Verluste aus Aktienverkäufen lassen sich dabei nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnen. Bis zum Sparer-Pauschbetrag von EUR 1.000 je Person und EUR 2.000 für zusammen veranlagte Ehe- oder eingetragene Lebenspartner bleiben Kapitalerträge steuerfrei. Mit einem Freistellungsauftrag verzichtet der Broker bis zu dieser Höhe auf den Steuerabzug; Sie können ihn auf mehrere Banken und Broker aufteilen. Ohne Freistellungsauftrag holen Sie zu viel gezahlte Steuer über die Einkommensteuererklärung zurück. Ausführlich erklären wir das im Artikel zur Abgeltungssteuer.

Ist ein Depotübertrag mit steuerlichen Nachteilen verbunden?

Bei einem Übertrag innerhalb Deutschlands müssen die Banken alle steuerlich relevanten Anschaffungsdaten mitübertragen. Die Daten können dabei erst nach den Wertpapieren eintreffen; verkaufen Sie deshalb nicht sofort nach der Einbuchung beim neuen Broker, denn bei fehlenden Anschaffungsdaten wird gegebenenfalls mit einer Ersatzbemessungsgrundlage besteuert.

Bleiben die Wertpapiere in Ihrem Besitz, ist ein Übertrag in der Regel unkompliziert. Ziehen Sie mit dem gesamten Depot um, kann die abgebende Bank auf Ihren Wunsch auch die Verlustverrechnungstöpfe und noch nicht angerechnete ausländische Quellensteuer übertragen - die Übertragsformulare sehen dafür eine Ankreuzmöglichkeit vor. Lautet das neue Depot auf einen anderen Inhaber, etwa ein Kind, behandelt die Bank den Übertrag beim Steuerabzug als Verkauf - es sei denn, Sie kennzeichnen ihn als unentgeltlich, etwa als Schenkung, und machen die dafür nötigen Angaben; dann meldet die Bank ihn dem Finanzamt. Überträge zwischen Ehe- oder eingetragenen Lebenspartnern gelten dabei grundsätzlich als unentgeltlich, die Steuer-Identifikationsnummern beider Partner braucht die Bank trotzdem. Bei einem Übertrag aus dem Ausland kommen die Anschaffungsdaten nicht automatisch mit: Stammt das Depot aus einem anderen EU- oder EWR-Staat oder etwa aus der Schweiz, können Sie sie dem neuen Broker mit einer Bescheinigung des ausländischen Instituts nachweisen. Fehlt dieser Nachweis oder lag das Depot in einem anderen Land, muss der neue Broker beim späteren Verkauf pauschal 30% des Erlöses als Bemessungsgrundlage ansetzen. Bewahren Sie Ihre Kauf- und Verkaufsbelege deshalb auf, um die korrekte Besteuerung über die Einkommensteuererklärung nachweisen zu können.

Sicherheit & Recht

Was geschieht, wenn ein Online-Broker insolvent wird?

Kundenwertpapiere werden getrennt von den eigenen Beständen der Bank verwahrt. Die Wertpapiere gehören nicht zum Vermögen der Bank und haften nicht für deren Verbindlichkeiten - sie bleiben Ihr Eigentum, die Bank verwahrt und verwaltet sie nur. Im Insolvenzfall können Sie die Herausgabe Ihrer Wertpapiere per Übertrag auf ein anderes Depot verlangen, sofern sie nicht als Sicherheit für einen Kredit dienen. Guthaben auf dem Verrechnungskonto fällt dagegen unter die Einlagensicherung, gesetzlich bis EUR 100.000 je Kunde und Bank; Angaben zur konkreten Einlagensicherung finden Sie in den Vergleichen jeweils über die Anbietergrafik.

Warum fragt der Broker nach meinen Erfahrungen mit Wertpapieren?

Das Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet Banken und Broker, für die Prüfung, ob ein Geschäft zu Ihnen passt, Angaben zu Ihren Kenntnissen und Erfahrungen einzuholen. Bei Online-Brokern ohne Beratung ist das die Angemessenheitsprüfung: Passt ein komplexes Produkt nicht zu Ihren Angaben, etwa ein Hebelprodukt ohne entsprechende Erfahrung, weist der Broker Sie vor der Order darauf hin. Bei einfachen Produkten wie Aktien oder gängigen ETFs kann die Prüfung im reinen Ausführungsgeschäft entfallen. Manche Produktgruppen schalten Broker erst frei, wenn die nötigen Angaben vorliegen. Die Abfrage schützt beide Seiten, und Ihre Angaben können Sie später aktualisieren.

Was ist von Handelsplattformen und Spezialbrokern aus dem Ausland zu halten?

Weltweit gibt es unseriöse Anbieter, die durch zweifelhafte Geschäftspraktiken auffallen. Viele sind auf CFDs, Devisenwetten (Forex) oder andere Hebelprodukte spezialisiert - hochspekulative Produkte, die extrem verlustreich sein können und sich für den gewöhnlichen Depotkunden nicht eignen. Unseriöse Anbieter locken zudem mit intensiver telefonischer Betreuung und falschen Versprechungen. Prüfen Sie deshalb vorab, ob der Anbieter von der BaFin oder einer anderen Aufsichtsbehörde im Europäischen Wirtschaftsraum zugelassen ist, etwa über die Unternehmensdatenbank der BaFin; die BaFin warnt regelmäßig vor unerlaubt tätigen Unternehmen. Ein inländischer Online-Broker nimmt Ihnen zudem die steuerlichen Pflichten rund um die Abgeltungssteuer weitgehend ab. Handelsplattformen und Spezialbroker für CFDs oder Devisen führen wir in unseren Vergleichen nicht auf.

Handhabung & Prozesse

Können Produktdaten einzelner Brokerage-Angebote ausgedruckt werden?

Ja. Rufen Sie die gewünschten Produktdaten im 1-zu-1-Vergleich auf. Über das Druckersymbol unterhalb der Daten wechseln Sie in ein für den Druck optimiertes Format ohne grafische Elemente und drucken es über die Druckfunktion Ihres Browsers aus.

Wie erfolgt ein Depotübertrag?

Den Übertrag beauftragen Sie mit einem Formular zum Depotübertrag, das Sie auf der Website der beteiligten Broker herunterladen; manche Anbieter ermöglichen den Auftrag auch über eine digitale Antragsstrecke. Am besten richten Sie das ausgefüllte und unterschriebene Formular der abgebenden Bank an diese selbst - das verkürzt den Weg. Ein eigenes Entgelt für den Übertrag darf eine Bank in Deutschland nicht verlangen - weder bei Auflösung des Depots noch beim Übertrag einzelner Positionen; das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Kosten können allenfalls als fremde Spesen entstehen, vor allem wenn Wertpapiere im Ausland verwahrt sind. Nach einer Vorgabe der deutschen Bankenaufsicht sollte ein Depotübertrag höchstens drei Wochen dauern. Solange die Papiere unterwegs sind, haben Sie keinen Zugriff darauf und können nicht mit einem Verkauf auf Kursbewegungen reagieren.