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03.04.2018 |

onvista bank: Aktionen, um Wechselwillen zu bestärken

Bestandskunden der onvista bank, die noch Wertpapiere bei einem anderen Anbieter haben, können eine Aktion nutzen, mit einem Volumen ab EUR 20.000 eine Geldprämie für den Übertrag bekommen. Außerdem startete onvista bank eine wöchentliche Verlosung, bei der jeder Trade ab EUR 1.500 nun automatisch ein Los bedeutet. Die beiden neuen Angebote zeigen nochmals, onvista bank ist agiler geworden und will mehr Marktanteile. Während große Wettbewerber wie flatex und ING-DiBa im Brokerage ihre Konditionen zuletzt verschlechtert haben, ob durch Negativzinsen, Preisanhebungen oder Wegfall vormals gebührenfreier ETF-Käufe, bringt sich onvista bank genau dort ins Spiel, wo sich deren Kunden ärgern. So wechseln zurzeit nicht wenige von flatex ins Festpreis-Depotmodell der onvista bank, wegen des günstigeren Orderpreises über Xetra und Tradegate; onvista bank hebt zudem hervor, keine Negativzinsen und keine Gebühren auf ausländische Dividendenzahlungen zu verlangen. Und für ETF-Anleger bei ING-DiBa ist onvista bank eine Alternative, da es seit März auch bei den Einmalanlagen Sonderkonditionen gibt, mit einer Auswahl von 700 ETFs.

Die Übertragungsaktion mit dem Namen "move on" ist nicht auf eine bestimmte Art von Wertpapieren beschränkt, sie läuft im Zeitraum 3.4.18 bis 30.6.18, die Geldprämie beträgt EUR 100,00. EUR 150,00 sind es stattdessen, wenn auch beauftragt wird, das Fremdbankdepot zu schließen. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Bestandskunden, dazu zählen alle, deren Depot vor dem 3.4.18 schon aktiviert war. Das Formular zum Übertragen ist auf der Aktionsseite herunterzuladen und muss innerhalb des Aktionszeitraums auf dem Postweg bei onvista bank eingehen. Der Übertrag darf aus mehreren Depots stammen, um das geforderte Mindestvolumen von EUR 20.000 zu erreichen. Auf der dritten Seite des Formulars ist ein Kästchen zum Ankreuzen für das Schließen des Fremdbankdepots. Wenn aus mehreren Depots übertragen wird, müssen zum Erhalt der höheren Prämie auch alle geschlossen werden. Zwar wird eine Haltefrist von zwölf Monaten ab dem Zeitpunkt des Depotübertrags auferlegt, diese engt jedoch nur wenig ein, da Verkäufe prämienunschädlich sind, wenn der Gegenwert als Guthaben auf dem Verrechnungskonto oder in Wertpapieren bei onvista bank verbleibt. Kursrückgänge während der Haltefrist beeinflussen die Prämie nicht. Ausgenommen von der Aktion sind Eurex-Produkte und finanzen.net-Depots. Und erstmals besteht bei onvista bank ebenso ein Ausschluss zu comdirect, Commerzbank und ebase. Die Depotüberträge dürfen nicht von diesen kommen, weil onvista bank seit einiger Zeit zu comdirect bzw. der Gruppe gehört. Die Prämie wird frühzeitig gutgeschrieben, vier bis sechs Wochen nach Wertpapiereingang. Bei Nichteinhalten der Haltefrist oder bei vorrangigem Ziel der Prämiengewinnung behält sich onvista bank die Rückforderung vor.

Zu den Kalenderwochen vom 3.4.18 bis 30.6.18 finden die Verlosungen statt. Daran nehmen auch neue Kunden teil. Jeder in der jeweiligen Vorwoche stattgefundene Trade ab EUR 1.500 bedeutet ein Los, egal ob im Handel von Aktien, Fonds oder Zertifikaten. Die Wochenpreise variieren, in der ersten Woche ist ein Kreuzfahrtgutschein von AIDA im Wert von EUR 1.000 zu gewinnen, ein Johann-Lafer-Arrangement im Wert von EUR 800,00 und ein Erlebnisgutschein von Jochen Schweitzer über EUR 500,00. Die Gewinner benachrichtigt die Bank per E-Mail. Ausgenommen von den Verlosungen sind Depots Minderjähriger, finanzen.net-Depots sowie Trades in Eurex-Produkten, CFDs und Sparplanausführungen.

28.03.2018 |

Wüstenrot Bank verkauft

Wüstenrot & Württembergische (W&W) veräußert die als Direktbank agierende Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank an die Bremer Kreditbank (BKB). Der Vertrag wurde am Dienstag unterzeichnet, gleichzeitig sei eine Kooperation für den wechselseitigen Vertrieb von Finanzprodukten vereinbart worden, heißt es in den Meldungen beider Seiten. Der Kaufpreis wird nicht genannt. Nach Erhalt der erforderlichen behördlichen Zustimmungen soll der Eigentümerwechsel stattfinden. W&W hatte im vergangenen Mai bekannt gegeben, verschiedene Optionen für die Zukunft der konzerneigenen Bank zu prüfen. Die Bank hatte W&W aber schon zuvor stark verkleinert, was erkennen ließ, dass sie für W&W abkömmlich geworden ist. Ein novelliertes Bausparkassengesetz erlaubt Bausparkassen mehr als zuvor, weshalb W&W viel Geschäft hin zur Bausparkasse des Konzerns verlagerte, vor allem das mit Baufinanzierungen, Pfandbriefen und Einlagen. Auch wurden die digitalen Aktivitäten an ein Geschäftsfeld innerhalb der W&W übertragen. In der Bank verblieben an eigenen Produkten die Girokonten und Kreditkarten. Alle anderen von der Bank vertriebenen Produkte vermittelt sie lediglich, Tagesgeldkonten an die Bausparkasse und Depots an ebase. Wer beispielsweise Girokonto und Tagesgeldkonto unterhält, hat seit der Reorganisation zwei getrennte Online-Zugänge dafür.

Um den Käufer aus Bremen entsteht nach Zukauf des Bankhauses Neelmeyer und der Oldenburgischen Landesbank gerade eine Bankgruppe, die nun noch größer wird. Die BKB gehört Finanzinvestoren aus den USA und Großbritannien, bedient bislang die Segmente mittelständische Firmenkunden und Vermögensverwaltung für Privatkunden. Mit der Wüstenrot Bank aus dem Südwesten gibt es keine Überschneidungen. Sie soll am Standort in Ludwigsburg präsent bleiben können, hat rund 110 Mitarbeiter und 350.000 Kunden. Die Reorganisation im vergangenen Jahr führte zu diversen technischen Ausfällen, und nochmalige Änderungen würden wieder eine Belastung für die Kunden darstellen. Auf ihrer Internetseite bemüht sich die Wüstenrot Bank wohl auch deshalb, mit der Nachricht verbundenen Befürchtungen entgegenzuwirken: Es ändere sich vorerst nichts, so der Tenor, weder bei den Kontonummern (IBAN/BIC) noch bei den gewohnten Ansprechpartnern und Beratern vor Ort etc.

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